Der Abend endet doch noch mit einem Umzug. Reńćka kann aufgrund der Rückenschmerzen das erforderliche Rein und Raus bzgl. des Babybetts nicht leisten und so tauschen wir. Die Mädels ziehen ins Schlafzimmer um und ich schlafe in Zoeys Zimmer. Der Schlafmuffel ist die Nacht über häufig wach, schläft aber aufgrund der körperlichen Nähe zu Reńćka immer wieder schnell ein. Und auch Reńćka gelingt es zügiger, in den Schlaf zu finden.

Um 08:15 Uhr ist die Nacht vorbei. Ich habe bescheiden geschlafen. Reńćkas Rücken geht es noch immer nicht besser; ganz im Gegenteil. Daher klebe ich ihr ein paar Tapes auf die schmerzende Stelle und nötige sie, uns für ein paar Schritte auf der Morgenrunde zu begleiten.

Um 10:23 Uhr stehen wir unten vor der Tür. Die Sonne kämpft sich immer wieder durch und die Temperaturen sind endlich einmal der Jahreszeit entsprechend. Eigentlich wären wir heute durch den Łazienki-Park gefahren, aber die es sollte nun nicht sein. Den Rest unserer Reisegruppe verabschiede ich morgens noch per Nachricht und versuche, die Trauer wegzuwischen. Netterweise hat der liebe Gott als besonderes Schmankerl ein Taxi aus Warschau vor unsere Tür gestellt. Manchmal gibt er sich dort oben echt Mühe.

Wir starten dann gemeinsam auf die Morgenrunde. Nach zwanzig Minuten verlässt uns Reńćka und geht zurück nach Hause, um weiter zu lernen. Zoey schläft inzwischen. Wir steuern den Spielplatz am jüdischen Friedhof an. Die Prinzessin agiert eher verhalten, freut sich aber, dass die schaukeln kann. Beim Verlassen des Spielplatzes gibt es aber Protest. Es sind andere Kinder dort und Zoey liebt es, diese zu beobachten.

Nach einer Weile beruhigt sich alles und setzen unsere Ausfahrt ganz gechillt fort. Kurz nach zwölf sind wir wieder zu Hause.

Unserem Baby gelingt es im Anschluss, noch zweimal den Mülleimer auszuräumen und auch sonst versucht sie mich zu Spielen zu animieren. Ich steige natürlich darauf ein. Während Reńćka noch lernt, habe ich mal wieder einen Eindruck von der täglichen Leistung meiner Frau, wenn sie auf unsere Tochter aufpasst und ich nicht da bin. Es ist eine Herausforderung, diesen Wirbelwind in Schach zu halten. Aber es macht auch eine Menge Spaß, weil sie so aktiv ist.

Kurz vor zwei Uhr geht’s für die Prinzessin für den Mittagsschlaf ins Bett. Heute bleibt es vergleichsweise ruhig. Die Prinzessin brabbelt sich in den Schlaf. Auch Reńćka gönnt sich eine Runde.

Ich verabschiede mich in Richtung Sport und teste heute auch mal ein paar von den Höllenmaschinen. Reńćka weckt unsere Tochter kurz nach 16:00 Uhr und als ich zurückkomme, sind beide auf dem Balkon zugegen. Die gesamte Zeit über kreisen heute die Helikopter der Polizei in der Luft und begleiten die Mai-Demonstrationen. Es nervt und ich hoffe, dass es sich nachts erledigt hat.

Um etwas Zeit zu sparen, wird heute das Abendessen bestellt. Es gibt eine Pizza und eine paar Pizzabrötchen. Um die Wartezeit zu überbrücken fahren Zoey und ich noch eine kurze Runde durch den Volkspark.

Nach 45 Minuten sind wir wieder daheim. Die Prinzessin ist eifrig beim Vertilgen der Pizzabrötchen dabei. Nach dem Abendessen lernt Reńćka noch etwas. Zoey und ich spielen. Nach der Tagesschau ruft Oma Hihi an und bleibt virtuell zum Abendessen.

Die Mädels liegen um fünf vor neun im Bett. Es bleibt abzuwarten, ob der Notfallplan aufgeht. Reńćkas Rücken geht es aber schon besser.

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