Morgens kracht es kurz. Reńćka ist der Meinung, dass ich trödeln würde. Dabei sind wir gut in der Zeit und starten pünktlich in Richtung Schule. Heute sind wir zwanzig Minuten früher da.

Zoey und ich fahren nach einem kurzen Einkauf zu unserem Warteplatz im Schatten der Bäume auf dem Friedhof. Die fünf Grad Celsius weniger im Vergleich zu gestern machen sich deutlich bemerkbar.

Wir genießen die Stille und drücken beide fest die Daumen. Plötzlich schlägt das Kind Alarm und ruft “wau wau wau”. Die Friedhofskatze sitzt auf einem Grabstein und beobachtet uns. Ich versuche Malutka zu erklären, dass es neben den Hunden auch noch andere Tiere mit vier Pfoten gibt, bin aber nicht sicher, ob mein Vortrag Anklang gefunden hat.

Das Warten ist das Schlimmste. Wir schlendern zu 09:25 Uhr zurück zur Schule und warten weiter. Es gibt einige Verzögerungen im Prüfungsablauf und so bekommen wir Reńćka erst zwanzig Minuten nach der ursprünglich geplanten Zeit zurück. Auch die heutige Prüfung hat sie bestanden. Die Erleichterung ist spürbar, jedoch auch die Ungewissheit, welches Ergebnis sie morgen noch erreichen muss.

Egal, die Hauptsache ist, dass sie die Prüfungen besteht. Dann sollte nichts passieren.

Wir sind kurz nach zehn Uhr zurück an unserer Wohnung. Inzwischen kratzt das Thermometer wieder an den dreißig Grad Celsius.

Ich verabschiede mich in Richtung Arbeit und die Mädels ziehen sich um und laufen in Richtung Spielplatz an der Laube.

Gegen 13:00 Uhr gibt es Mittagessen und dann folgt der Mittagsschlaf. Reńćka gönnt sich auch eine halbe Stunde, lernt dann aber weiter. Zoey muss heute wieder aufgeweckt werden.

Ich mache einen kurzen Tag auf Arbeit und bin um 16:30 Uhr wieder zu Hause. Um 17:00 Uhr starten wir auf die Nachmittagsrunde. Zoey chillt im Wagen und testet immer wieder lautstark ihre Stimme. Eine halbe Stunde später erreichen auch wir den Spielplatz an der Laube und buddeln. Es wird noch kurz geschaukelt und dann geht’s heim und auf direktem Wege in die Badewanne.

Abends macht sie dann nur Quatsch. Ihr besonderes Highlight besteht heute darin, ihre Gummi-Ente auf mich zu werfen und sich über meinen Schmerzschrei zu freuen. Dies setzt sie auch noch fort, als wir mit Oma Hihi telefonieren. Anschließend wird gespielt und Malutka bekommt ihren abendlichen Brei.

Zum Einschlafen statte ich das Schlafzimmer noch mit einem feucht-kalten Tuch und drei Kühlakkus aus. Heute steht die Luft leider, aber so ist es wenigstens ruhig.

Der Schlafmuffel hängt um Punkt neun Uhr an Mamas Brust und wartet auf den Sandmann. Der kommt aber auch heute wieder erst eine Dreiviertelstunde später vorbei.

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