Heiliger Abend, es ist 9:00 Uhr und ich schrecke hoch. Die Mädels nebenan sind schon wach und ich räume eilig meine Schlafsachen weg. Wozu ich das mache, erschließt sich mir im Nachhinein nicht mehr, aber so kann ich beinahe nahtlos mit Zoey spielen. Aktuell herrscht weiter Funkstille, was jedoch nur bedingt stimmt, da wir sehr wohl kommunizieren, dies allerdings inhaltlich auf unsere Tochter beschränken. Dazu kommt der Brauch bis zum Abend nichts zu essen. Ich suche lieber nicht im Internet nach der Quelle, sondern genieße die latent schlimmer werdende schlechte Laune.

Kurz bevor es zur Morgenrunde geht wiederholt sich die Geschichte des gestrigen Abends (Kind füllt die Windel bis oben hin, Kleidung in Mitleidenschaft gezogen, kurzes Bad zur Reinigung). Gegen kurz nach elf können wir endlich starten. Es ist kühl geworden und Zoey nuckelt vor lauter Stress an ihrem Schnuller. Und dann kommt die große Überraschung. Es fällt etwas Weißes vom Himmel. Ob nun Schneeregen oder Hagel, egal, es ist weiß. Wir sind noch kurz in der Drogerie und wenn man in die Gesichter der Menschen schaut, sieht man dort keine Freude. Dieser Tag ist für viele ein ganz „normaler“ Montag. Ich wünsche mir, dass es meiner Tochter gelingt, das Leuchten in den Augen zu erhalten. Nach einer kleinen Schlummerphase freut sich Zoey riesig über den Schnee und quietscht voller Freude als er ihr ins Gesicht weht. Heute gibt es früher Mittag und es geht früher ins Bett.

Kurz vor vier wecke ich Zoey, wir ziehen uns um und fahren Oma Hihi abholen. Im Anschluss geht es gleich weiter zu meiner Schwester. Heiligabend findet traditionell bei ihr statt. Ebenfalls hat sich inzwischen ein gemeinsamer Raclette-Abend verstetigt. Zoey hält wunderbar durch und ist begeistert von all den Dingen, die um sie herum passieren. Besonders freut sie sich über ihr Geschenk von meiner Schwester. Bis dahin turnt sie munter im Wohnzimmer umher, krabbelt unter dem Tisch herum und spielt mit ihren Cousinen und ihrem Cousin. Nachdem die Beschwerung erfolgt ist, verabschieden wir uns bringen Oma Hihi wieder nach Hause. Zoey schläft bereits auf dem Weg zu ihr ein. Als wir dann zu Hause ankommen, gibt es noch den Abendbrei und die Prinzessin geht schlafen. Leider ist sie noch so aufgedreht, dass es noch ein paar Minuten länger dauert, bis sie einschlafen kann. Ich bin noch zweimal drüben und versuche sie zu beruhigen.

! Frohe Weihnachten ! Wesołych Świąt !

weiße Weihnacht
nicht echt, aber dicht und gleichmäßig gewachsen 🙂

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