Die innere Unruhe, meine Besprechung noch nicht final vorbereitet zu haben, treibt mich relativ früh aus dem Bett. Als ich mich dann aus der Wohnung schleiche, schlafen meine beiden Frauen noch. Als Reńćka dann aufsteht, schläft der Schlafmuffel noch. Die Nacht war wieder unruhig und wird erst besser, als Zoey auf Reńćkas Matratze umzieht. Dann klappt es sogar richtig gut.

Der informationellen Ruhe des Morgens entnehme ich, dass Mutter und Tochter spät dran sind, um pünktlich zum Babyschwimmen zu kommen. Die Veranstaltung heute hat kein eigenes Thema. Es wird getaucht und geplantscht. Und es wird weitergehen. Wir entscheiden, dass wir auch an der nächsten Runde teilnehmen werden. Für die Rückfahrt genehmigen sich die Damen heute einen Bustransfer. Da die Prinzessin auf dem Weg nicht geschlafen hat, geht sie heute früher ins Bett. Schon um 13:30 Uhr schreibt mir Reńćka, dass Zoey schläft. Aufgrund der unruhigen Nacht schlummert Reńćka ein wenig mit ihr.

Ich komme also im Rahmen meiner Mittagspause zu spät, um sie zu sehen. Als stolzer Papa gibt es ja keine Peinlichkeiten mehr und so marschiere ich mit vier Luftballons von Arbeit nach Hause. Eine Kollegin wird heute verabschiedet und beim Abbau der Deko hat man gleich an unsere Tochter gedacht. Zu Hause angekommen, packe ich meine Sportsachen ein und radele zurück zur Arbeit. Um 16:15 Uhr endet dort meine Aktivität und ich gehe erstmals zum Sport. Ein wenig aufgeregt bin ich schon, aber es verläuft unauffällig. Nun muss sich nur noch mein Körper gewöhnen, der heute zweimal gefühlt ins Koma fallen will.

Meine beiden Lieblingsmenschen holen mich vom Sport ab und wir fahren, nachdem wir das vergessene Handtuch von der Physiotherapie abgeholt haben, noch einmal zu mir auf Arbeit, damit ich für meine Mitarbeiter einen Ostergruß in die Büros stellen kann. Auf dem Rückweg kaufen wir noch kurz beim Bäcker ein und machen einen Stopp an unserem Spielplatz. Abends ist die Kleine auf Krawall gebürstet. Sie versucht immer wieder, die Regale auszuräumen. Als man ihr es untersagen will, ist das Gemecker groß. Erst beim gemeinsamen Spiel beruhigt sie sich etwas.

Und dann ist bereits ihr Bad zum Greifen nah. Die Freude, die beim Baden ausstrahlt, ist nur schwer beschreibbar. Nach dem Bad sind aber wieder alle Beteiligten klitschnass, aber das ist die Sache wie immer wert.

Im Anschluss gibt es den Abendbrei. Reńćka ist unter der Dusche und Oma Hihi ruft kurz an, weil sie noch einen anderen Anruf erhält. Ich versuche, der Prinzessin aus einem polnischen Buch vorzulesen, was sie aber nur mäßig beeindruckt und noch weniger interessiert.

Eher ist dann schon Mamas Brust interessant, an welcher sie um 21:10 Uhr die Milch empfängt. Mit dem Einschlafen dauert es dann jedoch noch ewig. Kurz nach zehn bin ich noch einmal im Einsatz. Der Schlafmuffel will sich nicht beruhigen und so zeige ich – wie früher – dass es draußen dunkel ist und Babys nun schlafen müssen. Der Frieden hält leider nur kurz. Bis 22:40 Uhr geht das Gebrülle, obgleich ich nicht weiß, welchen Knopf Reńćka gedrückt hat, damit endlich Ruhe ist. Nur 20 Minuten später geht es von vorne los. Zoey will einfach nicht in ihrem Bett schlafen; Zoey will eigentlich überhaupt nicht schlafen. Um 23:20 Uhr darf ich dann die Manduca aus dem Auto holen. Solche Aktionen haben wir nicht mal, als Zoey ein richtiges Baby war, veranstaltet.

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