Um 07:15 Uhr stehen zwei meckernde, schreiende Wesen in meinem Zimmer und fahren innerhalb von zwei Sekunden meinen Stresslevel auf Anschlag. Die Nacht verläuft wieder sehr unruhig. Zoey träumt vermutlich schlecht und wacht gegen 00:30 Uhr bitterlich weinend auf. Auch im Nachgang ist die Maus im Stundentakt wach. Kurz vor sechs möchte sie dann nicht mehr weiterschlafen, was wiederum ihre Mutter zur Verzweiflung treibt.

Also tobt fortan eine schreiende Kreissäge durchs Schlafzimmer. Reńćka zieht sich zurück und ich versuche, Zoey abzulenken. Mit ihren Lieblingsvideos funktioniert dies dann auch. Irgendwann bereitet sich Reńćka ihren Kaffee zu und erweckt die Aufmerksamkeit von Zoey. Diese lässt sich dann galant aus dem Bett gleiten und krabbelt ins Wohnzimmer.

Wir sind somit alle im Sonnabend angekommen. Auffällig ist auch, dass sie immer häufiger an den Händen laufen möchte, was morgens schon eine harte Belastungsprobe für den Rücken bedeutet. Um 08:30 Uhr gibt es den Morgenbrei, damit wir zeitnah unsere Einkäufe für Ostern erledigen können. Als wir um 09:30 Uhr im Supermarkt ankommen, ist dennoch bereits voll.

Nach dem Einkaufen gibt es auch für uns Frühstück. Währenddessen isst die Prinzessin sogar ein Stück Tete-du-Mont-Käse.

Dann wird das Osterkörbchen zusammengestellt. Einige Zutaten, wie das Brot und die Wurst gelangen nur angebissen ins Körbchen. Kurz vor halb zwölf starten wir in Richtung Tempelhof. Dort ist eine polnische Kirche, welche heute die Segnung der Körbchen anbietet. Zoey schläft auf dem Weg und ist gut gelaunt als wir ankommen.

Hier ist heute der Treffpunkt vieler polnischer Familien, die sich auch fern der Heimat nicht um diesen wichtigen Moment bringen lassen möchten. Malutka wohnt der Zeremonie sehr entspannt bei und verhält sich ruhig. In diesem Jahr hat es also endlich wieder geklappt.

Wir sind kurz nach eins zurück von der Segnung. Zoey möchte gerne schlafen und quengelt. So bekommt sie auch gleich ihr Mittagessen und marschiert gegen 13:45 Uhr für den Mittagsschlaf ins Bett. Reńćka muss sie um halb fünf sogar wecken. Ich bin zu dieser Zeit gerade beim Sport und versuche, meinen Körper zurück ins Leben zu führen.

Als ich zurückkomme, warten die Mädels bereits auf mich. Reńćka ist in der Küche zu Gange und ich gebe Zoey ihren Nachmittagssnack, welcher aus Heidelbeeren und einem Fruchtquetsch besteht. Da Oma Hihi noch Getränke für sich bestellt hat, muss ich noch einmal los und nehme auch den Schlafmuffel mit. Zoey freut sich, dass sie unter Menschen ist und trägt heute mit Stolz ihren Sonnenhut, mit welchem sie echt niedlich aussieht.

Wir sind kurz nach sechs zurück. Es gibt Abendessen und die Kleine partizipiert auch hier wieder kräftig. Der Tisch und ihr Hochstuhl sehen aus wie ein Schlachtfeld und auch Zoey muss man gleich umziehen. Da heute sowieso ein Aufenthalt in der Wanne geplant ist, geht es auf direktem Wege ins warme Nass. Dort wird wieder mit größter Begeisterung geplantscht.

Das Eincremen und Anziehen erfolgt unter strenger Aufsicht von Oma Hihi. Sie lobt Zoey dafür, dass sie dort so brav sitzt.

Im Anschluss fertigt Reńćka noch ihren Kuchen für morgen zu Ende. Zoey und ich sind mittendrin. Ich darf Erdbeeren schneiden und irgendeine weiße Masse umrühren, die Prinzessin versucht, überall zu kosten. So viel Einsatzbereitschaft wird dann auch belohnt.

Während Reńćka das Chaos in der Küche beseitigt, füttere ich Zoey mit ihrem Abendbrei in reduzierter Menge. Danach wird noch etwas gespielt und kurz vor neun geht’s für die Prinzessin ins Bett. Nur wenige Minuten später schläft sie bereits.

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