Der Schlafmuffel läuft heute Nacht wieder zu Höchstform auf. Entweder meckert sie oder ist so unruhig, dass Reńćka permanent irgendein Körperteil von ihr im Gesicht hat.

Dementsprechend schlecht ist heute Morgen die Stimmung bei Reńćka, als ich im Anschluss an meine Katzenwäsche das Schlafzimmer betrete. Zoey ist schon wach und schaut ihre Bücher an. Gleich nachdem ich ihr ein Paar Socken und eine Strickjacke angezogen haben, beginnt sie mit der Meckerei, was wiederum für weiteren Unmut bei Reńćka sorgt. Als ich dann in Richtung Arbeit starte, ist die Stimmung auf dem Tiefpunkt.

Der Hausmeister hat es heute Morgen tatsächlich zu uns geschafft und bringt die Balkonsicherung an. Er ist wie ausgewechselt und sehr freundlich, kann uns aber auch nicht sagen, wann unser warmes Wasser wieder da ist.

Für die Mädels ist nun etwas Hektik angesagt, da sie los müssen. Bereits auf der Hinfahrt zum Schwimmen weint Zoey beständig, was sich auch im Wasser nicht verändert. Aufgrund dessen verweigert sie auch den heutigen Tauchgang mit Sandra und wir bekommen zum wiederholten Mal keinen Unterwasser-Schnappschuss unserer Tochter.

Die Mädels sind kurz nach 12:00 Uhr wieder zu Hause. Als ich mittags vorschaue, bekommt Zoey gerade ihr Mittagessen und verteilt dieses großzügig im Wohnzimmer sowie auf sich selbst. Dazu gibt es immer wieder Gemecker und Weinen.

Noch deutlich vor ihrer eigentlichen Mittagsschlafzeit mündet sie heute ins Bett ein.

Ich mache mich dann wieder an die Arbeit. Kurz Tränen in den Augen habe ich, als ich nachmittags den folgenden Text querlese: „Wie Väter ihre Töchter prägen“. https://www.deutschlandfunkkultur.de/eine-persoenliche-spurensuche-wie-vaeter-ihre-toechter.976.de.html?dram:article_id=453043&utm_source=pocket-newtab . Wahrscheinlich mache ich mir wirklich zu viele Sorgen darum, ob ich meiner Tochter gerecht werden kann. Ich bin stolz auf sie und kann es ihr leider so wenig zeigen, weil ich krampfhaft versuche, alles richtig zu machen. Hier liegt wohl in der Tat ein Ansatzpunkt zu mehr gedanklicher Freiheit.

Reńćka schlummert eine halbe Stunde mit Zoey, um dann hochzuschrecken und sich der Organisation ihres Abschlusszeugnisses zu widmen. Um halb vier ist die Maus wieder wach und bekommt einen Fruchtzwerg, eine Aprikose und etwas Eis von Mama.

Wir verabreden uns für den ein späteres Treffen auf dem Spielplatz. Die Mädels erledigen dann noch die Einkäufe. Reńćka kauft eine Wassermelone, welche Zoey sofort als Ball deklariert und bespielen möchte. Auch heute möchte unsere Tochter alleine durch den Supermarkt laufen, was natürlich auch mehr Zeit beansprucht.

Wir treffen uns dann auf dem Spielplatz wieder. Dieser ist heute derartig voll, dass ich nicht einmal alle Personen dort einordnen kann. Dennoch buddeln wir fleißig und schaffen es auch, alle Streitigkeiten um die Schippchen zu moderieren. Ich verabschiede mich etwas früher, um zu Hause noch die notwendigen Vorbereitungen für den kommenden Fußball-Abend treffen zu können.

Als die Mädels dann ebenfalls zu Hause ankommen, marschiert Zoey wieder zur Melone und fordert lautstark die Herausgabe des „Balls“. Auch besteht sie aufs Kosten der fürchterlich scharfen Nachos. Um 18:15 Uhr mache ich mich auf den Weg zu PanM.

Zoey isst heute Abend zweimal völlig eigenständig; erst Reis mit Frikassee und Abend noch ihren Brei.

Ich bin um 21:15 Uhr wieder daheim und werde von Zoey im Treppenhaus begrüßt. Die Mädels haben noch wir mich gewartet, was mich sehr freut. Reńćka verschwindet in Richtung Dusche, denn wir haben endlich wieder warmes Wasser und ich mache die Zwergin bettfertig. Um halb zehn ist es dann so weit uns sie darf endlich ins Bett.

Nur ans Schlafen denkt sie bis um 22:00 Uhr nicht.

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