Um kurz nach drei ist Reńćka bei mir. Sie macht sich Sorgen um mich. Mir tut alles weh, aber ich bin tapfer. Bis dahin habe ich leider auch noch keine Position zum richtig tiefen Einschlafen gefunden. Ich kann aber wenigstens als erster gratulieren. Reńćka hat heute Geburtstag und ich bin dabei, ihr diesen so ziemlich zu vermiesen.

Um kurz vor acht werde ich endlich von der Nacht erlöst. Zoey und Reńćka sind schon wach und ich schleppe mich ins Schlafzimmer. Da wir gestern während unserer Einkäufe Eier vergessen haben, muss heute Morgen improvisiert werden.

Daher schwinge ich mich aufs Rad und fahre zum Fastfood-Laden, und besorge Rührei. Aus dem Keller hole ich noch eine rote Rose und kann oben den Geburtstagstisch komplettierten. Dann wird geschlemmt und ausgepackt. Während des Frühstücks sieht man heute erst einmal den blauen Fleck, den Zoey von ihrer Rutsch-Aktion bekommen hat. Sie scheint aber keine Schmerzen zu haben.

Um 11:00 Uhr gehen die beiden Frauen raus, denn das Geburtstagskind besteht darauf, dass ich zu Hause im Bett bleibe.

Viele Yumm-Yumms prägen die Zeit nach der Rückkehr. Zoey hat Hunger und jeder soll es wissen. Reńćka zaubert ihr daher schnell etwas Leckeres. Sie isst dann so lange, bis sie Kraft verlässt. Beim Rest helfe ich ihr.

Nachdem sie fertig für den Mittagsschlaf ist, verkrümelt sich Reńćka heimlich. Zoey und ich sind fortan alleine und dies endet zunächst im Geschrei. Es gelingt mir, sie zu beruhigen und zum Einschlafen zu animieren. Es hat also wieder geklappt. Ich döse auch für 30 Minuten mit weg. Dann kommt Reńćka, ich bekomme wieder einen bösen Blick aufgrund des Schnarchens und dann verlasse ich das Schlafzimmer.

Reńćka gelingt es leider nicht, auch ein paar Minuten zu schlafen und kommt sie wieder heraus und widmet sich sogleich ihrem Geburtstagsgeschenk. Ich gönne mir ein Erkältungsbad und recherchiere mögliche Urlaubsdestinationen. Aufgrund der knappen Finanzen wird es in diesem Jahr so gut wie unmöglich sein, einen Urlaub zu realisieren. Es ist deprimierend.

Um 15:20 Uhr ist Wecken angesagt; kurz davor betont Reńćka noch einmal, dass sie sich ein zweites Kind wünscht. Hm… Zoey ist entspannt drauf und verkuschelt. Wir ziehen uns geschwind und starten in Richtung Oma Hihi. Sie hat anlässlich Reńćkas Geburtstags zum Kaffee trinken und Abendessen eingeladen. Dies ist eine schöne Idee und sehen wir heute auch den Rest der Familie wieder.

Zoey reagiert nach der Ankunft zunächst etwas verhalten, taut aber sofort auf, als sie sich den Weg zum Buddelkasten bahnt. Nach dem Kaffee trinken und Kuchen essen sehen wir unsere Tochter nur noch selten. Ihre mittlere Cousine kümmert sich wieder rührend um sie. Bis zum Abendessen sind die beiden Mädels intensivst zu Gange. Wir beackern die notwendigen Themen mit Urlaub, Job und Ideen für die Zukunft, was zu Streitigkeiten zwischen Reńćka und mir führt. Wie eigentlich immer in den letzten Jahren so üblich, schaukeln sich diese derartig hoch, dass am Ende der Wunsch nach Trennung besteht. Beide Seiten fühlen sich unverstanden und anscheinend soll es nicht mehr sein.

Nach unserer Rückkehr kurz nach 20:00 Uhr managen wir mittels Abendroutine ohne großartige Kommunikation die nächsten Notwendigkeiten. Ich entschuldige mich bei Zoey für die Situationen, in denen sie uns immer wieder sehen muss. Sie kann ja nichts dafür, dass wir Tag für Tag an unserer Kommunikation scheitern.

Der Schlafmuffel ist kurz nach neun Uhr im Bett. Auch heute erzählt sie wieder eine halbe Stunde lang.

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