Die Nacht ist für alle irgendwie unbefriedigend. Rencka quält sich mit ihrer Erkältung, mich halten die Gedanken bezüglich der Arbeit wach und Zoey ist halt der Schlafmuffel, welcher sich stetig um die Brust bemüht. Zwanzig vor acht gelingt es mir, das Bett zu verlassen und unter die Dusche und danach ins Schlafzimmer zu gehen.

Die Mädels schlafen noch, erwachen aber innerhalb weniger Augenblicke. Nach einer kurzen Zusammenfassung der Ereignisse der Nacht starte ich gen Arbeit.

Kurz nach neun ruft mich die Bank bezüglich unseres ETF-Projektes an. Ich hatte einen gedanklichen Fehler bezüglich der vermögenswirksamen Leistungen, welcher sich aber mit einem einfachen „Ja“ beheben lässt. Als ich im Anschluss daran Reńćka anrufe, um sie ebenfalls zu briefen, eskaliert die Situation wieder. Aufgrund meiner unterstellten, fehlenden Kenntnisse über die Produkte, entstehen alle diese Probleme und eigentlich wollte sie dies überhaupt nicht.

Nach ein paar unschönen Worten herrscht mal wieder Funkstille.

Irgendwann, wenn nach all den Streitigkeiten der letzten Wochen, inzwischen auch der letzte Funken Respekt und Wertschätzung verflogen ist, bleibt halt nichts mehr übrig, als ein Kind, eine Frau und ein Mann. Es ist traurig, dass Stück für Stück alles zerbricht und Zoey leiden muss.

Ich starte um fünf in den Feierabend. Die Mädels sind auf dem Spielplatz und ich versuche, im Keller Reńćkas Fahrrad tauglich zu bekommen. Nach einer Stunde gebe ich genervt auf. Wenn es nicht um solch sensible Teile, wie die Bremsen ginge, wäre ich noch entspannt, aber hier kann man keine Kompromisse machen.

Oben angekommen, recherchiere ich nach einer Werkstatt. Zoey ist an meiner Seite und möchte Bücher anschauen. Der Rest des Abends verläuft in Stille. Fernsehen gucken, entspannen und Zoey versorgen, sind die nächsten Schritte.

Der Schlafmuffel liegt heute schon um zehn vor neun im Bett, braucht aber jede Menge Nähe und Streicheleinheiten, um nach einer Stunde endlich zu schlafen. Für Reńćka wird das Einschlafen zur besonderen Tortur, da ihr Körper inzwischen mit Fieber reagiert.

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