Als ich gerade in Richtung Arbeit starten will, tappst Reńćka aus dem Schlafzimmer. Zoey schläft noch tief und fest. Sie erwacht gegen 07:20 Uhr und ist bestens gelaunt.
Die Geräusche des Wasserkochers quittiert sie schon routiniert mit einem Yumm-Yumm. Diese beiden Sachen sind bereits fest verknüpft. Ich bekomme ein Foto, wie unser nackiges Baby auf der Couch sitzt. Sie hat sich ihre rosafarbene Spielkiste als Podest davor gestellt und thront nunmehr.
Dann folgt die erste Ausfahrt im neuen Kindersitz. Aufgrund Reńćkas nicht abklingen wollender Erkrankung verzichtet sie aufs Kinderschwimmen.
Stattdessen fahren die beiden auf den Spielplatz mit der Wasserpumpe. Dort sind sie allein und Malutka kann sich nach Herzenslust austoben. Dann fahren die beiden doch noch zum Arzt, verzichten aber aufgrund von angekündigten 1 1/2 bis 2 Stunden Wartezeit auf die Vorsprache bei der Ärztin. Vielleicht haben sie morgen mehr Glück.
Mittags gibt es für mich wieder eine Ansprache und Maßregelung, warum ich gestern die Werkzeuge und den Krempel nicht aus dem Keller weggeräumt habe. Reńćka ist wieder in ihrem Element. Die Variante, dass ich einfach noch an dem anderen Fahrrad weiterbauen muss, führe ich gar nicht erst an. Und wieder fühlt es sich doof an; so als ob es nicht reicht, was ich zu geben habe. Daher spare ich mir den Weg nach Hause, um nicht noch weiteres Öl ins Feuer zu gießen. Und so laufe ich bei 32 Grad Außentemperatur nur eine Runde um den Block.
Ich bin um 16:45 Uhr zu Hause. Die Mädels sind gerade auf dem Sprung nach draußen. Eine Klärung des aktuellen Problems verläuft erfolglos. Meine Bitte, wenigstens einmal fünf Minuten verschnaufen zu dürfen, bleibt unberücksichtigt.
Also starten die beiden Frauen alleine zum Spielplatz an der Laube. Ich nutze die Zeit, um unten das nunmehr alte Fahrrad abschließend herzurichten und meine Sachen wegzuräumen. Im Nachgang räume ich noch den Kofferraum und das Handschubfach vom Auto auf. Es fühlt sich wie in einer Sauna an.
Gegen 18:30 Uhr sind Reńćka und Zoey wieder zurück und es gibt Abendessen. Zoey zeigt großes Interesse an der indischen Curry-Reis-Pfanne. Besonders die Erbsen scheinen ihr zu schmecken. Das Essverhalten ist dabei ähnlich dem bei Heidelbeeren, so dass ich sie etwas ausbremsen muss, sie nicht alle Erbsen auf einmal in den Mund zu stecken.
Dann wird Fernsehen geschaut, gespeilt und nach einer Weile kommt unsere Tochter sogar zum Kuscheln vorbei. Der Verzehr des Abendbreis klappt unter Anwendung der eingeübten Taktik zuverlässig. Beim abschließenden Windeln fallen dem Schlafmuffel dann schon fast die Augen zu.
Die Maus ist um fünf vor neun im Bett. Es bleibt zu hoffen, dass sich ein ähnlich gutes Schlaf-Resultat wie gestern einstellt, nachdem sie noch zwanzig Minuten gegen Schlaf kämpft.