Heute Morgen sehen wir uns drei und ich werde verabschiedet, zumindest von Reńćka, da Zoey kein rechtes Interesse zeigt. Es sind schon harte Zeiten, die ich mir anders wünsche.
Die Mädels versuchen heute Vormittag Reńćkas Führungszeugnis für die Anerkennung ihrer Abschlussprüfung zu beantragen. Hier meldet sich dann der deutsche Amtsschimmel zu und blockiert das Vorhaben. Wenigstens ein Termin kann ausgemacht werden und die beiden verabschieden sich in Richtung Spielplatz.
Auf dem Spielplatz dann sind heute auch Kita-Kinder aus der Umgebung. Als diese in einer Trinkpause jeweils einen Becher mit Wasser bekommen, steht auch unsere Tochter in der Reihe und versorgt sich ebenfalls. Als der Tross dann in die Kita zurückkehrt, steht Malutka da und winkt der Gruppe nach.
Dann eskaliert es, als Zoey nicht wieder in den Kinderwagen möchte. Ihr Protest überdauert sogar noch den nachfolgenden Einkauf und die Heimfahrt. Die kleine Widder-Dame kann ihre Hörnchen noch nicht kontrollieren.
Die Aufnahme des Mittagessens klappt heute, auf dem Sessel sitzend, jedoch gut. Somit geht es heute gesättigt ins Bett. Auch im Schlaf jammert sie leise vor sich hin. Die neuen Zähne machen ihr arg zu schaffen.
Dann ist endlich Wochenende und ich kann zu meinen beiden Frauen. Sie sind gerade auf dem Spielplatz unterwegs. Zoeys Begrüßung in meine Richtung fällt wieder einmal sehr kühl aus. Da ist es wenig tröstend, dass auch die anderen Kinder ihren Vätern gegenüber eher eine gewisse Nachrangigkeit einräumen.
Der Spielplatz ist heute gut gefüllt und die Kinder spielen miteinander. Nur Malutka wird anfangs noch ausgegrenzt. Plötzlich aber steht sie auf dem einen Schaukelpferd im Mittelpunkt und wird von den anderen Kindern umringt. Als sich alles beruhigt hat, buddeln wir ein wenig, heute sogar gemeinsam.
Gegen halb sechs verlassen wir den Spielplatz und laufen heim. Heute gibt es aufgrund meines Termins früher Abendessen, und zwar die Reste von gestern. Heute sind die Makkaroni im Fokus und diese, von Reńćkas Teller kommend, sogar mit Sauce versehen. Die Prinzessin sieht im Anschluss auch genau nach diesem Essen aus.
Um 18:40 Uhr mache ich mich auf den Weg zu meinem Kurs. In der Summe bin nur vier Minuten zu spät. Nun heißt es, sich auf das Abenteuer Autogenes Training einzulassen. Die Mädels schauen dann Fernsehen. Zum Einstieg gibt es heute Kika, was Zoey aufmerksam verfolgt. Beim Abendbrei dann zeichnet sich zunächst das Bild der letzten Tage ab. Zoey will nicht essen. Erst als ihr Reńćka den Brei mit Vanillejoghurt zubereitet, ändert sich ihre Sicht auf die Dinge.
Ich bin um 20:30 Uhr wieder zu Hause. Zoey und Reńćka sitzen noch auf dem Bett und schauen Bücher an. Sie haben auf mich gewartet. Während Reńćka die Kontaktlinsen herausnimmt, schaue ich mit Zoey, die aufgrund der Abwesenheit ihrer Mutter schon wieder mit zum Meckern ansetzt, die Kühlschrankmagneten an.
Dann geht’s an die Brust. Es ist 20:45 Uhr.