Die Nacht endet um 07:20 Uhr. Reńćka kommt zu mir gekrabbelt. Die Maus schläft noch. Da ich heute etwas früher auf Arbeit sein muss, darf heute nicht so getrödelt werden.
Zoey steuert gleich nach dem Aufstehen auf ihre Strumpfhose von gestern hin und möchte diese anziehen. Nachdem sie eine frische Windel an hat, komme ich ihrem Wunsch nach. Reńćka bringt noch ein passendes Oberteil und schon ist Madame schick gekleidet. Malutka möchte dann ein Buch anschauen, was sich allerdings für mich mit dem Blick auf die Uhr nicht mehr realisieren lässt. Traurig muss ich ihr diesen Wunsch abschlagen.
Die Frauen verabschieden mich kurz nach acht und die Maus bekommt ihren Brei. Die Anreise zu Pani Jola verläuft heute wieder unauffällig. Nur dem Fahrradhelm gegenüber ist sie weiterhin skeptisch.
Bei der Tagesmutter spielen die Kinder zunächst mit Pani Jolas Sohn. Dieser baut tolle Türme aus Bauklötzen, die Zoey und Antek immer wieder einreißen dürfen. Dann begleiten ihn die beiden in Richtung Kino und sind am Ende auf dem Spielplatz. Zum Mittagessen gelingt es Pani Jola heute Zoey Kartoffeln und Ei zu füttern. Nach all den abgepellten Eiern landet nun erstmalig auch eines in ihrem Mund.
Ich komme heute dennoch mittags nach Hause, damit sie Reńćka nicht langweilt. Auch heute ist die Stille und Leere der Wohnung noch ungewohnt.
Die Maus bekommt heute nur eine Stunde Mittagsschlaf, da Antek neben ihr ständig hustet und sie schließlich aufweckt. Als Reńćka sie dann abholt, ist die Laune dennoch gut.
Nach einer Zwischenmahlzeit daheim, während derer wir telefonieren, machen sich die Frauen auf den Weg zum Spielplatz an der Laube. Zoey läuft den ganzen Weg und kennt auch die Strecke aus dem Eff Eff. Dort ist heute auch polnisch sprechendes Pärchen, welches jedoch kein Interesse an einem Austausch zeigt.
Ich bin gegen 17:20 Uhr zu Hause. Unsere Tochter begrüßt mich bereits in der dritten Etage des Hausflurs. Sie war bereits einmal unten und ist gerade auf ihrer zweiten Runde. Da ein dingender Windelwechsel ansteht, kombinieren wir diesen gleich mit einem anschließenden Gang in die Badewanne. Die Prinzessin kann es kaum erwarten und jubelt vor Vorfreude. In der Wanne dann sortiert sie zunächst die Shampoo-Flaschen um. Dann wird geplantscht. Immer wieder wirft sie sich in die Fluten und versucht, Schwimmbewegungen mit den Beinen zu machen. Als dann, inklusive mir, alles nass ist, geht’s wieder nach draußen.
Das Abendessen wartet. Hier funktionieren nur Nudeln mit Ketchup. Während die Frauen dann mit dem Fernsehabend starten, verabschiede ich mich zum autogenen Training.
Als ich nach dem Kurs auf die Straße trete, regnet es in Strömen. Zum Glück steht BAO nicht weit weg und ich kann gleich nach Hause düsen. Zu Hause dann ist bereits Ruhe. Kurz nach dem ich losgefahren bin, kippte die Stimmung und nichts ging mehr. Den Abendbrei wollte die Maus nicht mehr. Es gab nur noch Gemecker, so dass Reńćka aufgrund der erhöhten Temperatur den nächsten Zahn vermutet. Um 19:30 Uhr war die Situation dann nur noch mit der Brust zu retten, an welcher Zoey zehn Minuten später einschläft.
Mir bleibt dann nur noch, einen Blick auf das erschöpfte Kind zu werfen. Sie liegt friedlich im Bett und schlummert. Mal sehen, wann die Nacht zu Ende ist.