Eine Nacht zum Sonntag ist normalerweise unproblematisch. Heute jedoch ergibt es sich, dass Malutka durchschläft und bei mir die Gedanken zu maximal oberflächlichem Schlaf führen. Wenn es die Arbeit in die Träume schafft, ist Obacht geboten.

Zehn vor acht ist für die Frauen der Schlaf beendet. Ich darf noch etwas länger schlafen, bevor die Tür zu meinem Schlafdomizil aufgeht. Ich werde ins große Bett gebeten. Es gibt Kakao, Milch und Kaffee. Wir schauen die nächsten beiden Folgen Mascha und lümmeln im Bett herum. Zum Abschluss musizieren wir etwas auf dem iPad. Dann wird aufgestanden. Das Frühstück wartet.

Der Regen draußen verzieht sich allmählich und so starten wir um 10:50 Uhr auf unsere Morgenrunde. Zoey bestimmt die Richtung. Sie bleibt in der einen Straße an jedem Kellerfenster stehen und versucht hineinzuklettern. Am Bahnhof schauen wir die S-Bahnen an und laufen dann weiter übers Velodrom zum Sportplatz des TSC. Dort ist heute reger Betrieb. Einige Jugendmannschaften messen dort ihre Kräfte. Malutka läuft immer wieder ins Spielfeld und möchte sich beteiligen.

Für den Rückweg platzieren wir sie im Kinderwagen. So gelingt uns die Rückkehr bis 12:20 Uhr. Die Prinzessin bekommt ihr Mittagessen und um 12:45 Uhr versuchen wir uns gemeinsam im Mittagsschlaf. Zojka hat jedoch noch so viel zu erzählen, dass es bis 13:15 Uhr dauert, bis sie einschläft.

Wir versuchen, die Zeit sinnvoll zu nutzen, werden aber von der wummernden Musik unseres Nachbarn permanent abgelenkt. Es nervt gewaltig. Die Sonne kommt raus und wir wecken den Schlafmuffel. Es ist zehn vor drei und sie ist bestens gelaunt. Zu einem guten Sonntag gehört ein Stück Kuchen und so backe ich uns einen Strudel auf. Zoey bekommt in der Zeit ihr Obst und anschließend malen wir gemeinsam.

Kurz nach vier begeben wir uns wieder nach draußen. Es dämmert bereits und so bleiben wir im Karree. Malutka nutzt wieder die Rampe am Ärztehaus für waghalsige Abfahrten. Sie ist so mutig und auch routiniert. Dann laufen wir weiter. Zoey testet alle Türen der Kita, die aber allesamt verschlossen sind. Sie ruft nach Max, ihrer Tante und auch nach Babcia. An einer Ecke findet Reńćka eine Beleuchtungseinheit, wie wir sie auch für unseren Kinderwagen benutzen. Sie leuchtet noch und so baue ich sie kurzerhand an Zoeys Laufrad, welches mit dem Tuningelement gleich einen ganz neuen Reiz entwickelt. Sichtlich stolz fährt die Maus ohne Probleme bis zu uns nach Hause.

Dort tauschen wir uns noch mit den Nachbarn aus, welche ebenfalls unglücklich über die musikalische Zwangsbeschallung sind. Oben angekommen, kümmert sich Reńćka ums Abendessen und ich rufe mit Zoey bei Babcia an. Während des Telefonates verteilt Malutka so großzügig ihre Küsschen, dass man schon neidisch werden kann.

Wir nehmen Babcia noch kurz mit zum Abendessen. Zoey hat auch heute eine klare Prioritätenliste. Erst nachdem kein Mozzarella mehr auffindbar ist, denkt sie an den Verzehr von Kartoffelbrei, Gemüse und Boulette. Als alles aufgesessen ist, fällt der Blick auf das Wasserglas. Und schon setzen die Besitzansprüche wieder ein. Die Sache endet im Gemecker.

Nach einer kurzen Verdauungspause geht es für die Maus in die Badewanne. Wie im Delirium planscht sie das ganze Bad nass. Während sie Reńćka im Nachgang wieder anzieht, übernehme ich Zojkas Platz in der Wanne.

Anschließend passiert nicht mehr viel. Irgendwie ist es auch mal schön, wenn am Ende des Tages Zeit übrig ist. Zojka bekommt ihren Abendbrei und landet um 20:35 Uhr im Bett. Es braucht die obligatorische halbe Stunde, bis sie einschläft.

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