Unsere Tochter ist seit heute 21 Monate alt. Die Zeit rennt nach wie vor und man fragt sich, wo sie eigentlich bleibt.
Ich bin heute vor dem Wecker wach. Reńćka liegt da bereits neben mir. Zoey erwacht gegen 07:00 Uhr. Als sich Reńćka in der Küche ein Nutella-Brot macht, weckt dies natürlich Begehrlichkeiten unserer Tochter. Zur Feier des Tages bekommt auch sie eine Scheibe mit dünnem Aufstrich. Sie leckt daran, befindet es für lecker und saut sich dann so richtig ein. Zur Verabschiedung gibt es dann nur ein Küsschen auf die Stirn. Reńćka liegt heute gut im Zeitplan und bringt Zojka pünktlich zur Tagesmutter.
Bis zum Nachmittag geht jeder seinem Tagwerk nach. Auch heute muss ich wieder viel zu früh von Arbeit los. Es ist schon ein signifikanter Umstellungsprozess, welcher wohl noch ein wenig andauern wird. Momentan jedenfalls reicht die Zeit nicht für all die zu erledigende Arbeit.
Ich bin Punkt 15:30 Uhr bei Pani Jola. Antek wird auch gerade abgeholt und Zoey kommt, als sie mich sieht, laut quiekend auf mich zugerannt. Das ist mal eine tolle Begrüßung. Jola berichtet, dass der Tag okay war. Zoey hat gut gegessen und der Mittagsschlaf verlief wie üblich.
Wir laufen zum Auto und fahren nach Hause. Dort angekommen, plauschen wir kurz mit einer Nachbarin und begeben uns um 16:00 Uhr auf eine Runde durch die Siedlung. Wir haben heute den Kinderwagen, den Puppenwagen und das Laufrad mit. Die beiden letztgenannten Dinge beschäftigen Zojka bis um die nächste Ecke. Ich lasse Zoey den Weg bestimmen. Und so laufen wir heute zum Spielplatz. Dort dreht sie zwei Runden, schaukelt und wippt kurz, dann will sie weiter. Wir spazieren gemütlich durch die Gegend und Zojka erzählt, was das Zeug hält. Meine Taktik, sie in den Kinderwagen zu setzen, wenn es nicht mehr vorwärts geht, funktioniert nicht. Wenn überhaupt, möchte sie getragen werden. Erst auf den letzten Metern zieht sie in den Wagen um.
Wir sind um 17:15 Uhr wieder zu Hause. Zoey weicht mir ab dem Überqueren der Türschwelle nicht mehr von der Seite. Während ich das Essen vorbereite steht sie zwischen mir und den Herd. Zeitgleich erzählt sie und fordert lautstark ihre Mama. Reńćka ist kurz nach sechs zu Hause. Es stellt sich heraus, dass das Kind einfach Hunger hat. Leider dauert es noch ein wenig bis wir essen können.
Um 18:45 Uhr ist es aber endlich so weit. Zoey ist gut dabei und verputzt so viel, dass wir auch heute auf den Abendbrei verzichten können. Noch während des Telefonates mit Babcia zieht sie sich in ihr Zimmer zurück, um ein Buch anzuschauen. Wir schauen noch etwas Fernsehen und schaffen es heute, den Schlafmuffel früher ins Bett zu legen. Das Ergebnis ist jedoch wie üblich ernüchternd.
Nach einer ermahnenden Ansprache Reńćkas ist dann aber noch vor um 21:00 Uhr Ruhe.