Heute Morgen schläft Zoey bis halb acht. Reńćka ist schon vorher bei mir. Ich habe heute einen Führungskräftetag im Bereich und muss um 09:30 Uhr in Kreuzberg sein. Nach langem Überlegen entscheide ich, mit Fahrrad dorthin zu fahren, um zeitlich flexibler zu sein. So können wir den Morgen gemeinsam beginnen und dann auch in den Alltag starten. Ich bemühe mich dennoch, möglichst unsichtbar zu bleiben, um Reńćkas Kreise nicht zu stören. Um 08:40 stehen wir dann mit den Rädern bereit zur Abfahrt vor der Tür. Zojka ist irritiert und versteht zudem nicht, dass ich nicht auch mit ihnen fahre.

Die Mädels sind pünktlich bei Jola und für Reńćka geht es weiter zur Arbeit. Um 16:09 Uhr stehe ich nach meiner Veranstaltung unten – mitten in der Stadt – an meinem Fahrrad. Die Wahl des Fahrrads war goldrichtig, weil sich heimwärts Stau an Stau reiht. Unter Auferbietung meiner letzten Kräfte bin ich nach 29 Minuten bei uns zu Hause, steige auf BAO um und düse zu Pani Jola. Sie hat sich bereiterklärt, dass Zoey heute eine Stunde länger bleiben darf und so ist mir die Viertelstunde, die ich zu spät komme, sehr unangenehm. Jola sieht es entspannt.

Ich sammele Zojka, die erst nicht mit möchte, ein und wir fahren einkaufen. Es ist inzwischen schon 17:15 Uhr. Wir teilen ein Milchbrötchen und Malutka balanciert auf der Parkplatzmauer. Auf dem Weg nach oben dann holen wir noch die Pakete ab, die unsere Nachbarn entgegen genommen haben. Zoey hat nicht vergessen, dass wir noch eine Verabredung mit unserer Nachbarin gegenüber haben und so klingelt sie gleich.

Die nächste halbe Stunde verbringt sie dann drüben. Es gibt ein Stückchen Schokolade und angeln die beiden Frauen Plastik-Fische aus einem Wasserglas. Zwischenzeitlich kommt auch Reńćka nach Hause. Wir holen unser Kind zurück und essen Abendbrot. Zoey hat heute nur Augen für eine Wurst und lässt den Rest liegen. Während wir anschließend etwas Fernsehen schauen, packt Reńćka ihre Pakete aus. Sie hat unter anderem zwei Stoffe bestellt, welche sie im Wohnzimmer ausbreitet. Sie hat sofort Zojkas Aufmerksamkeit. Babcia ruft zeitgleich an und so vollführt sie eine wahre Modenschau mit den Stoffen. Die Blaubeeren und die Birne bei Jola haben gleich nochmal eine volle Windel gezaubert. Nachdem dies behoben ist, wartet die Badewanne. Voller Freude widmet sie sich dem Schaum.

Dann wird es noch einmal laut. Malutka wird eingecremt und ihr Blick fällt auf das morgige Outfit, welches Reńćka schon rausgelegt hat. Dieses möchte sie sofort anziehen. Es gibt lautes Gebrüll, als sie den Schlafanzug anbekommt, welchen sie dann wieder auszieht. Ich nehme sie auf den Arm und trage sie zur Ablenkung durch die Wohnung. Dies fruchtet und nach fünf Minuten ist Ruhe. Den Abendbrei bekommt sie im Body. Erst danach kann ich sie – nunmehr ohne Protest – anziehen. Die Zähne werden geputzt und um 20:20 Uhr liegt der Schlafmuffel im Bett. Es dauert nicht lange, bis sie einschläft.

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