Um zwanzig vor sieben ist Renia im Schlafzimmer. Ich merke kurz auf und schlafe weiter. Zoey wird um kurz nach sieben wach und ruft „Tata“ und „Tatusch“. Anschließend kommt auch sie ins Schlafzimmer. Ich bekomme nach wie vor nur Fragmente mit. Erst als sich die Mädels mit Kakao und Kaffee versorgen, springt auch mein Gehirn an. Ich unterstütze Zoey. Als wir dann meine Kopfhörer ins Ladecase puzzeln wollen, hilft mir wiederum Zojka. Als diese nicht auf Anhieb reinpassen, sagt sie leise „Scheiße“. Das ist dann doch peinlich, aber auch niedlich.

Das Aufstehen steht heute im Zeichen des Songs „Liebe, liebe Sonne“, welchen wir einige Male hören. Zoey trällert partiell mit. Dann gibt es Frühstück. Zoey isst mit fordernder Begeisterung das Rührei. Reńćka entscheidet sich gegen den Besuch des Workshops, den sie heute einer Freundin zugesagt hatte, weil sie lieber bei uns bleiben will. Damit entfällt auch mein insgeheim geplanter Besuch im Olympiastadion.

Stattdessen verständigen wir uns darauf, nach Frankfurt zu fahren, die Stadt erstmalig zu betrachten, dort ein Spiel zu besuchen und endlich mal wieder Lebensmittel aus Polen zu kaufen. Zuvor, es ist kurz vor 10:00 Uhr, fahren wir aber noch zur Post, ein Paket abholen. Um Zojka noch etwas Bewegung zu ermöglichen, halten wir noch bei einem Spielplatz an. Malutka ist motorisch so weit, dass wir wieder einmal beeindruckt sind.

Nachdem alles gepackt ist, brechen wir um Punkt 12 auf. Zoey und Reńćka nutzen die Zeit für etwas Augenpflege. Wir tauschen zunächst in Słubice etwas Geld und halten bei McD. Die Planung, dass sie sich für die Inhalte des Happy Meals begeistert, geben nur zur Hälfte auf. Wasser, Fruchtquetsch und Buch werden für gut befunden, Pommes und Nuggets verschmäht. Allerdings wirft sie einen hungrigen Blick auf den Cheeseburger. Also bekommt sie halt diesen. Dann fahren wir nach Frankfurt. Vielleicht ist hier irgendwann mal unser neuer Lebensmittelpunkt.

Ich bin leider nur unzureichend vorbereitet und so sind die ersten Eindrücke nicht so einladend. Im Süden und Westen der Stadt sieht es aber durchaus lebenswert aus. Es wird wohl ein langer Weg dorthin.

Wir fahren weiter nach Markendorf zum Fußball. Zoey freut sich über die Bewegung und marschiert auch gleich mit dem Ball auf den Rasen. Da es dort sehr windig ist, ihr der Ball immer wieder abhanden kommt, gibt sie irgendwann auf. Wir wechseln nach Anpfiff die Seite. Dort, an der Gastronomie, ist es deutlich angenehmer. Wir verpflegen uns und Zoey schlürft mit voller Begeisterung Himbeer-Limonade. Dann wird das Areal erkundet, gebuddelt und mit den anderen Kindern gespielt. Am Ende sitzt sie einer Feuerschale und freut sich ihres Lebens.

Reńćka besteht aufgrund der fortgeschrittenen Zeit darauf, dass wir früher vom Sportplatz aufbrechen. Wir haben noch eine Menge zu erledigen. Nachdem wir die erste Ladung Windeln gekauft haben, geht es wieder zurück nach Słubice. Dort erledigen wir die restlichen Lebensmittel-Einkäufe fürs Wochenende. Weitere drei Windel-Pakete landen im Wagen, so dass ich denke, hoffentlich reicht es nun bis zum Trocken werden.

Um 18:00 Uhr geht es zurück nach Berlin. Einige Windböen zerren ordentlich an BAO. Alle Gedanken darüber, wie lange wir Malutka schlafen lassen, sind umsonst. Sie erzählt und erzählt und bleibt einfach wach. Als noch eine halbe Stunde zu fahren ist, fordert sie lautstark nach einem Märchen und so gibt es als Belohnung für den kooperativen Tag einige Mascha-Folgen. Zurück in Berlin fängt es dann richtig an zu stürmen und zu regnen. Babcia beschwert sich telefonisch, dass wir schon wieder unterwegs sind.

Während ich Michas Videomaterial verarbeite, kümmert sich Reńćka um Zoeys Badewannen-Aufenthalt. Dann gibt es noch den Abendbrei und um 20:40 Uhr liegt Madame im Bett. Sie schläft heute sehr zügig ein.

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