Die Mädels sind wieder vor mir wach. Es ist kurz nach acht, als auch ich dann aufstehen muss. Renia parkt Zoey kurz bei mir und so können wir zwei Folgen Masza schauen. Im polnischen Radio läuft heute Morgen „The Show Must Go On“. Zoey lässt sich heute endlich zum Anziehen des neuen Kleids überreden und sieht erwartungsgemäß toll aus.

Nach dem Frühstück werden Zoey und ich vor die Tür gesetzt. Renia will die Wohnung putzen und daher drehen wir bei schönstem Sonnenschein eine Runde mit dem Laufrad um den Block. Wir fahren auch mal wieder zur Rampe am Ärztehaus, auf welcher Zojka gleich in der Runde einen Crash mit Sturz fabriziert. Sie schüttelt sich kurz, dann geht es weiter; allerdings deutlich vorsichtiger. Als wir unseren Spaziergang fortsetzen, erzählt sie immer wieder, dass es einkaufen möchte. Wir vergewissern uns persönlich davon, dass der Laden geschlossen hat.

Kurz nach zwölf sind wir wieder zu Hause. Ich schlage vor, dass wir einen Ausflug machen. Wer weiß, wie lange dies noch möglich sein wird. Wir packen also schnell zusammen und fahren kurz nach eins in Richtung Schorfheide. Eine halbe Stunde der Fahrt nutzt Malutka für ihren Mittagsschlaf. Um kurz vor zwei, wir haben BAO gerade abgestellt, wacht sie wieder auf.

Nachdem wir den Eingang gefunden und den exorbitant hohen Eintritt von 9 Euro pro Erwachsenen entrichtet haben, sind wir drin. Da wir nicht die einzigen mit dieser Idee waren, ist es zumindest im Eingangsbereich sehr voll. Drin verläuft es sich aber gut. Auffällig ist jedoch, dass einige Gäste die Aufforderung, jung von alt zu trennen, noch nicht begriffen haben; leider. Für uns ergibt sich ein Spaziergang bestehend aus einer Mischung von Laufen und Fahrt im Kinderwagen. So sehen wir das gesamte Areal und alle Tiere. Zoey hat Spaß. Rein von der Tiervielfalt her wäre ein Besuch im Tierpark aber deutlich lohnenswerter gewesen. Dennoch gibt es Wölfe und Rotwild zu sehen, was mich dann besänftigt.

Als es dann in den kleinen Streichelzoo zu den Ziegen geht, ist Malutka dann in ihrem Element. Leider wühlt sie irgendwann in den Ziegenexkrementen herum, was den direkten Weg zum Händewaschen bedeutet. Während ich uns eine Bratwurst organisiere, muss Renia mit Zoey dreimal die Monsterrutsche hinab. Zoey ist begeistert, Renia dann doch irgendwie blass.

Kurz vor fünf machen wir uns auf den Heimweg. Zoey hält ohne Murren bis zu Hause durch. Diverse Kinderlieder versüßen ihr die Fahrt. Zu Hause angekommen, bereitet Reńćka das Essen zu. Zoey und ich schauen wieder Masza und telefonieren mit Babcia. Beim Abendessen zieht Zoey halbwegs solide mit. Möhren und Bouletten munden.

Dann geht es in die Badewanne. Anschließend gibt es noch frischen Zwiebelsaft und warme Milch. Um 20:30 Uhr liegt der Schlafmuffel dann im Bett.

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