Um 05:45 Uhr klingelt mein Wecker. Erste, klarere Bilder sehe ich hingegen erst um 06:10 Uhr. Zoey meckert, weil sie Durst hat. Reńćka beruhigt die Situation noch kurz. Als ich aus der Dusche komme, ist auch Zoey dann abschließend wach.
Ich bin um 07:00 Uhr auf Arbeit und kann das Nötigste erledigen. Um neun Uhr flitze ich nach Hause und übernehme die Betreuung unserer Tochter. Reńćka fährt zur Arbeit.
Gegen halb zehn gehen wir nach draußen und landen zunächst auf dem Spielplatz an. Gemäß gestrigem Beschluss der Bundesregierung sollen ab morgen alle Spielplätze geschlossen werden. Dann piept es von der Straße her. Das Müllauto kommt. Zoey ist mehr als interessiert an dem Schauspiel und schaut aufmerksam zu.
Dann laufen wir weiter zum Einkaufen. Ich kann sogar noch eine Packung Toilettenpapier für meine Kollegin ergattern. Ansonsten ist alles ausverkauft. Unsere Suche nach einer neuen Sonnenbrille für Zojka verläuft erfolglos. Auch die Union-Aufkleber sind vergriffen. Bei strahlendem Sonnenschein geht es zurück nach Hause. Zoey schiebt hoch motiviert den großen Kinderwagen.
Zu Hause dann holen wir ihren Puppenwagen und drehen noch eine Runde um den Block. Dabei schauen wir auch nach unserem Igel, welcher nach wie vor nicht heimgekehrt ist. Als wir dann zurück sind, informiere ich mich über den aktuellen Stand. Da ist weiterhin dieses beklemmende Gefühl in einem drin. Man will eigentlich schreien, aber wen soll das schon tangieren. Zoey bereitet sich auf die U7 vor und baut Türmchen aus ihren Bauklötzern. Anschließend räumt sie die Bausteine wieder in den Beutel und weg.
Um Punkt 12:00 Uhr gibt es Mittagessen. Renias Bulgar-Pfanne ist zwar lecker, hinterlässt aber auch jede Menge Reste auf dem Boden. Anschließend gibt es eine frische Windel und wir gehen für den Mittagsschlaf ins Bett. Malutka testet aus, wie weit sie ihre Spielchen treiben kann. Als ich nicht mehr reagiere, entschließt sie sich einzuschlafen. Ich schlummere auch kurz mit ein.
Es macht die Nachricht die Runde, dass die EM im Fußball verschoben ist. Meine Gedanken sind heute auch in Irland. Da es dort ähnlich aussieht, wie in Deutschland, wird es wohl der tristeste St. Patrick’s Day ever. Zudem teilt Berlin mit, dass es keine Sperrung der Spielplätze geben wird.
Um 14:20 Uhr wecke ich Zoey. Ich habe derweil das Abendessen vorbereitet und so warten wir dann auf Renia. Sie soll eigentlich um 15:00 Uhr Feierabend machen, was sich jedoch um eine Stunde verzögert. Als sie dann heimkehrt, sind Zoey und ich gerade mit dem Laufrad unterwegs. Die Wohnungsbaugesellschaft hat tatsächlich die beiden Spielplätze in der Umgebung abgesperrt. Es ist ein bizarres Bild.
Wir laufen weiter zu Kaufland und gönnen uns ein Eis im Sonnenschein. Um 17:00 Uhr sind wir zurück. Die Kita von Renia hat ihre Notfallpläne beschlossen. Ich muss dies nun alles sortieren und schauen, wie wir die Betreuung Zoeys realisieren. Mal sehen, was sich auch mit Pani Jola organisieren lässt.
Wir essen noch gemeinsam, dann starte ich zum Zahnarzt. Die Mädels verleben einen ruhigen Abend. Ich besorge anschließend noch Paracetamol in der Apotheke, weil es Gerüchte gibt, dass mein geliebtes Ibuprofen kritische Wechselwirkungen mit Covid-19 begünstigt. Eine Packung darf ich kaufen.
Zoey bekommt dann noch ihren Abendbrei und liegt um 20:40 Uhr im Bett. Sie schläft sehr schnell ein.