Und wieder eine unruhige Nacht. Nachdem ich eingeschlafen bin, ertaste ich beim Aufwachen eine geschwollene Stelle am Oberkörper. Reńćka, die gegen Mitternacht gerade zu mir will, behandelt mich sogleich. Die erste Vermutung eines Zeckenbisses bestätigt sich nicht. Es ist eine eingewachsene Haarwurzel. Erst gegen halb zwei schlafe ich wieder ein.
Morgens ist dann alles wie immer. Renia liegt nach meiner Dusche im großen Bett, Zoey schläft noch und muss geweckt werden. Ich bin kurz nach acht auf Arbeit und die Mädels machen sich eine Stunde später auf den Weg zu Pani Jola. Mittags treffen wir uns wieder zu Hause. Renia hat den Vormittag genutzt, um Geschenke einzupacken. Der große Tag morgen kann kommen.
Ich quäle mich noch durch die letzten Stunden auf Arbeit. Jeder möchte wieder über die Krise sprechen und lädt sich bei mir ab. Meine Anspannung wächst. Zudem habe ich weiterhin keine Idee, wie wir Zoeys Geburtstag besonders machen können. Dank der Restriktionen ist alles geschlossen, was ihr Freude machen würde.
Die Mädels sind nachmittags bei uns in der Siedlung unterwegs. Eigentlich wollen sie mich abholen, Zoey möchte aber nicht so weit laufen. Wir treffen uns dann daheim. Vor der Tür spielen wir noch ein wenig Ball, dann geht es für die Frauen nach oben. Ich baue im Keller Zoeys neues Laufrad zusammen; ich versuche es zumindest. Die Anleitung ist doch sehr oberflächlich.
Zoey holt mich dann unten ab, damit wir Abendbrot essen können. Anschließend wird geklatscht. Wir sind heute die einzigen. Dann bereiten wir zu dritt den Teig für die Muffins vor. Zoey ist begeistert, dass wir gemeinsam Kuchen backen. Babcia meldet sich und assistiert fortan. Während die 12 Papageien im Ofen sind, schauen wir etwas Fernsehen. Zoeys kleines Mundwerk steht bis zum Milch trinken nicht mehr still. Sie erzählt und erzählt.
Zähne putzen möchte sie heute nur mit Mama. Um 20:45 Uhr geht es ins Bett.