Um zwanzig vor acht ist heute Wecken. Renia kommt zu mir ins Bett. Bei Zoey hat sie bereits die Verdunkelung geöffnet, aber Malutka schläft noch. Ich lege mich neben sie und nehme sie in den Arm. Dabei erwacht sie und strahlt mich an. Wir ziehen daraufhin zu Reńćka ins große Bett um. Zoey darf vier Folgen Masza schauen und anschließend gibt es Kakao.
Wir schaffen es heute tatsächlich, ein wenig früher zu frühstücken, denn es steht wieder ein Ausflug bevor. Dafür hat sich Zoey in Schale geworfen. Sie trägt die Leggins mit Anna und Elsa, die ihr Babcia im letzten Jahr gekauft hat. Um kurz nach elf haben wir alles vorbereitet und fahren los. Gegen halb zwölf ist Malutka eingeschlafen.
Eine halbe Stunde später sind wir in Joachimstal am See. Es ist ein interessanter Ort mit einer Badewiese. Einige ältere Herren versuchen sich im Kite-Surfen, was vielleicht in zehn Jahren auch durchaus eine interessante Alternative für mich sein könnte. Ich möchte aber einen See, um den man herumlaufen kann, also fahren wir noch ein Stück weiter und landen um 12:45 Uhr am Dovinsee.
Dieser ist klein, aber fein. Inmitten der Natur sind nur vereinzelt Menschen unterwegs. Wir machen uns auf den Weg. Während Zojka alles erkundet, informiere ich mich über Wildschweine. Mit diesem Wissen ausgestattet, kann ich erkennen, dass hier durchaus Aktivitäten der imposanten Tiere sichtbar sind. Kontakt ist aber dennoch nicht zu erwarten.
An einer Stelle am See reißt sich Zoey die Sachen vom Leib und will in den See. Als ich dies unterbinde, gibt es Protest. Der Weg um den See wird schwieriger und so weichen wir auf den daneben gelegenen Acker aus. Dort gibt es um halb zwei Mittagessen. Dann laufen wir weiter. An einer Stelle, wo des Nächtens die Wildschweine gegraben haben, buddelt Zojka dann weiter. Das Kind ist glücklich und wir können uns ein wenig entspannen. Um dann zum Auto zurückzukommen, müssen wir samt Kinderwagen durch die Natur und sogar einen Flusslauf überqueren.
Als Belohnung gibt es noch einen Ort am See, an welchem Zoey Kienäpfel ins Wasser schmeißen kann. Sie ist, dann am Auto angekommen, aber sichtlich erschöpft, bleibt aber die Fahrt über wach. Als nächste Belohnung gönnen wir uns ein Eis und einen Schoko-Shake bei McD. Zoey widmet sich mit großer Hingabe dem Shake. Renias Eis interessiert sie nicht.
Zurück daheim, bestelle ich unser Abendessen. Die Wartezeit über spielen Zoey und ich auf dem Balkon, während Renia Masken näht. Ich bin wirklich stolz und dankbar, dass sie das kann und macht. Um Punkt sechs wird das Essen geliefert und wir können gleich loslegen. Dann geht es wieder nach draußen. Zoey klettert und wir rufen Babcia an.
Nach einem ausgiebigen Telefonat ist die Badewanne vorbereitet und Zoey kann planschen. Um acht gibt es noch Brei und wir machen sie bettfertig. Um zwanzig vor neun wird das Licht ausgemacht. Zwar wird es dann noch mal laut, weil Zoey ins Renias Gesicht herum schlägt. Dann ist aber Ruhe.