Heute Morgen kann ich Malutka nur ein Küsschen auf die Stirn geben. Es ist 07:13 Uhr und ich muss schnell los, um meine Stunden und meine Arbeit zu schaffen. Der Morgen verläuft derweil entspannt – wie mir Renia berichtet – bis es um die Auswahl der Schuhe geht. Malutka möchte unbedingt mit Gummistiefeln los, was natürlich bei angekündigten 28 Grad heute nicht die beste Wahl ist. Die Mädels sind dann pünktlich bei Jola.
Der Tag dort verläuft unauffällig; bis auf den Umstand, dass Zoey permanent popelt. Ich bin kurz nach halb vier bei ihr. Wir bringen noch Mamas Retoure weg und fahren zum Spielplatz an der Laube. Als wir zehn vor vier dort ankommen, ist Zoeys Enttäuschung groß. Vicky ist nicht da und auch sonst ist der Spielplatz verwaist.
Erst später kommt noch ein kleiner Junge mit seiner Mama. So kann sie heute die Erfahrung machen, dass Sand an den Füßen nicht gut ist, um die Rutsche nach oben zu laufen. Dementsprechend schimpft sie. Dann beschwert sie sich, dass das Dreirad nicht in den Fahrradständer passt. Die Immobilienfirma aus Frankfurt ruft an. Man meldet sich wieder, wenn ein Besichtigungstermin anberaumt werden kann.
Zehn vor fünf brechen wir auf. Zu Hause wechseln wir die Windel und warten unten auf Renia. Sie kommt um halb sechs und so fahren wir gleich weiter zum Autohaus. Dieses Mal ist es das richtige. Mir gefällt das auserkorene Modell und ich werde mich um eine Probefahrt kümmern. Auf dem Heimweg holen wir noch Brot und sind um halb sieben wieder zurück. Zoeys zweistufiger Tritt ist heute geliefert worden. Vor lauterer Begeisterung wäscht sie gleich zweimal die Hände.
Beim Essen, es gibt etwas zu dünn geratenen Żurek, kommt das leidige Thema Urlaub wieder zur Sprache. In anderthalb Wochen soll es losgehen. Nur weiß keiner wohin. Mein Wunsch nach Fußball soll – wenn es nach Renia geht – unberücksichtigt bleiben. Dann würde ich noch den vierten Monat ohne Spiel komplett machen, was ich wiederum vermeiden möchte. Nun ist guter Rat teuer.
Ich will anschließend noch einmal mit Zoey raus und etwas von Arbeit holen. Wir kommen jedoch nur bis vor die Tür. Zojka muss zig Male ihre Sandalen auf und zu machen, um sich dann schließlich unten vor die Tür zu setzen. Sie geht dann bereitwillig wieder nach oben. Als ich mit meinen Pflanzen zurückkomme, schauen die Mädels gerade ein Buch an und nebenher Fernsehen. Dann gibt es die Milch und Malutka wird geduscht. Auch das mag sie inzwischen. Um 20:45 Uhr geht der Tag auf die Zielgeraden und Zoey holt noch einmal weit aus. Sie schreit wieder, weil sie ihren Willen nicht durchsetzen kann. Es folgt die nächste schauspielerische Meisterleistung. Zoey ruft permanent Aua, obgleich sie niemand anfasst.
Die obligatorische Viertelstunde später kehrt dann Ruhe ein. Am Abend macht Union den Klassenerhalt mit einem Heimsieg gegen Paderborn perfekt. Auch wenn ich erleichtert bin, kann ich mich aufgrund der Stadionabstinenz nicht so richtig freuen. Dennoch ist ein Meisterstück unserer Mannen um Trainer Urs Fischer. UNVEU !!!