Es ist Freitag und es ist Nikolaus. Wir haben es gemeinschaftlich verpeilt und hoffen, dass Zoey noch nicht so viel mit dem Tag anfangen kann.

Malutka schläft heute etwas länger, ist aber um sieben bereits auf den Beinen. Eine Viertelstunde später verabschieden wir Reńćka und ich übernehme den Morgendienst zu Hause.

Mein Kopf hämmert. Der Körper reagiert mal wieder auf den Stress der letzten Stunden. Zojka ist aber gnädig mit mir. Allerdings lässt sie mich auch nicht aus den Augen. Sie trinkt ihre Milch, dann ziehe ich sie um und füttere ihr den Morgenbrei. Auch heute will sie nicht alleine essen. Die Zeit vergeht wieder viel zu schnell und so stehen wir um 08:30 Uhr vor BAO.

Zum Glück ist es wärmer geworden und ich muss nicht kratzen. Zehn Minuten später sind wir bei unserer Tagesmutter. Auch sie hat, neben unserer Nachbarin, etwas für Zoey im Stiefel hinterlassen. Mein schlechtes Gewissen nimmt zu. Pani Jola hat es inzwischen auch mit einer Erkältung erwischt. Antek und Zoey haben ganze Arbeit geleistet. Großartig verabschiedet werde ich heute nicht. Malutka marschiert gleich ins Spielzimmer, schnappt sich den Nuckel von der Puppe und ist auf dem Weg in die Babywippe.

Nachdem ich morgens noch meinen Kumpel Rüü auf dem Weg zur Arbeit treffe, bin ich um 09:25 Uhr am Arbeitsplatz. Das wird ein langer Tag. Ich borge mir auf Arbeit vom Hausmeister einen Entlüftungsschlüssel aus. Mit diesem gehe ich mittags nach Hause und lasse sie Luft aus unseren Heizkörpern heraus. Nun kann es im Schlafzimmer wieder richtig warm werden.

Es regnet heute ohne Unterlass. Wie ich Reńćkas Nachricht entnehme, hat sie heute einen angenehmeren Tag auf Arbeit. Und sie kommt pünktlich von Arbeit weg, um Zojka abzuholen. Die Kinder sind auf dem Spielplatz. Zoey hatte heute nur einen kurzen Mittagsschlaf von einer Stunde, weil Antek nicht schlafen wollte.

Im Regen geht es weiter zum Einkaufen. Kurz nach fünf telefonieren wir und stimmen den weiteren Tag ab. Ich mache um 17:30 Uhr Feierabend. Im dritten Anlauf muss es heute endlich beim Friseur klappen. Und ich scheine Glück zu haben; es sind keine anderen Leute vor mir. Und so bin ich schon kurz nach sechs wieder draußen. Ich laufe schnell noch in die Drogerie und besorge allerhand Verbrauchsutensilien.

Um 18:30 Uhr bin ich voll gepackt zu Hause. Zoey trägt heute zur Begrüßung ihre Gummistiefel und hat einen Schnuller im Mund. Ich habe ihr ein Kinderbesteck mitgebracht, welches sogleich beim Abendessen getestet wird. Malutka ist zufrieden. Dann gibt es eine frische Windel und wir schauen Fernsehen.

Die Prinzessin ist mehr als fertig und so kürzen wir den Abend etwas ab. Da wir spät gegessen haben, gibt es nur ein Tässchen mit warmer Milch. Nach der Milch putzen wir Zähne. Ich mache Zoey bettfertig. Sie will jedoch keine Socken anziehen und beginnt zu meckern. Als wir dann im Bett liegen fängt sie lautstark an zu schimpfen. Irgendwann schafft sie es, sich den rechten Strumpf ausziehen. Damit ist sie aber auch nicht zufrieden und möchte diesen wieder anziehen.

Danach ruft sie zehn Minuten nach Reńćka. Meine Versuche, sie abzulenken und zu trösten, blockt sie ab. Nach all den Monaten ist es immer noch schwer, mit dieser partiellen Ablehnung umzugehen. Reńćka übernimmt dann und ich ziehe mich zurück.

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