Um 07:40 Uhr sind die Mädels bei mir. Ich bin noch im Delirium. Zoey schaut drei Folgen Mascha und blättert in ihrem Comic. Anschließend gibt es Kakao. Dann bin ich endlich in der Lage, dem Tag zu folgen.

Um etwas Produktives zu tun, beginne ich damit, den Kleiderschrank aufräumen. Einige Oberteile werden aussortiert, bei anderen Sachen bin ich sehr überrascht, dass ich sie besitze.

Nach unserem gemeinsamen Frühstück gehen wir gegen 10:30 Uhr nach draußen. In einem unbedachten Moment holen uns die ungeklärten Probleme der letzten Wochen wieder ein. Ich bin traurig, dass Reńćka so von mir denkt. Diese Kritik trifft mich sehr, zumal sie alle latenten Zweifel auch am Wochenende hochkochen lässt. Ich wünsche mir Unterstützung von meiner Partnerin und Rückhalt. Und dabei geht es nicht darum, mir nach dem Mund zu reden. Ich lasse die Mädels dann alleine zum Spielplatz an der Laube laufen und gehe zurück nach Hause. Dort räume ich dann im Keller weiter und gehe zum Sport.

Gegen halb drei bin ich zurück und zehn Minuten später wecken wir Zoey. Der Schlafmuffel kommt anschließend wirklich schlecht in die Gänge. Anziehen will sie sich nicht, trinken auch nicht. Erst beim Fruchtzwerg gibt es ein „Ja“. Weil heute Sonntag ist, gibt es ein Stückchen Kuchen. Gleich danach zieht sie sich in ihr Zimmer zurück und spielt mit den dreiteiligen Steck-Männchen.

Ich erledige noch etwas Papierkram bevor wir um 16:30 Uhr noch einmal nach draußen gehen. Es ist inzwischen merklich kühler geworden. Zojka sieht gut mit. Wir sind zunächst auf dem Spielplatz und laufen anschließend weiter um unseren Block und ein kurzes Stück durch den Park. Nach einer Stunde sind wir von unserem Spaziergang zurück.

Ich bringe weiter Ordnung in den Kleiderschrank, Reńćka bereitet das Abendessen vor. Wir sind bereits um Viertel nach sechs mit allem fertig, so dass nun noch Zeit für ein ausführliches Telefonat mit Babcia bleibt. Zoey widmet sich schon während des Telefonates der Taschenbücher-Box. Stück für Stück fischt sie heraus und putzt sich mit jedem Tuch die Nase. Nach dem Anruf begibt sich Reńćka in die Wanne. Zojka und ich spielen in ihrem Zimmer. Sie hat alles im Griff. Irgendwann brüstet sie mir die Haare und wischt dann lässig meinen Scheitel zur Seite.

Als ich in der Küche mein Essen für morgen vorbereite, gibt es im Wohnzimmer Proteste. Zoey will trinken, aber nicht die Trinkflasche, die man ihr anbietet. Die Situation löst sich erst auf, als Reńćka ihr den Abendbrei füttert. Nach dem Zähne putzen und Umziehen, es ist inzwischen 20:25 Uhr, geht es für den Schlafmuffel ins Bett. Meine Prognose, dass es heute keine Stunde dauern wird, bewahrheitet sich glücklicherweise. Nach einer halben Stunde schläft Malutka ein. Es bleibt zu hoffen, dass sie der Krach unseres Nachbarn nicht aufwecken wird.

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