Reńćka bittet mich, Zoey morgens zu wecken, da diese schon so gut wie wach ist. Als ich ihr über den Kopf streichele, entfährt ihr ein Schnarchen. So wach ist sie anscheinend doch noch nicht. Jolas Sohn ist krank. Die Diagnose lautet wohl irgendwas mit Magen-Darm. Der Vorsicht zu liebe, bleibt Zoey heute zu Hause. Gut, dass Reńćka frei hat. Leider geht es ihr nicht gut. Sie hat starke Bauchschmerzen. Den Termin für die nächste Impfung, der heute anberaumt war, sagt sie ab.

Als ich dann das Haus verlasse, hängt Zoey müde auf dem Arm ihrer Mama. Die Mädels erledigen nur das Nötigste, weil sich Reńćka kaum bewegen kann. Als ich mittags nach Hause komme, ist Zojka gerade beim Mittagessen. Meine Kollegin hat mir weitere Sachen und ein paar Schuhe mitgebracht. Eigentlich haben wir keinen Bedarf, aber Zoey ist sofort verliebt. Die Schuhe passen, sind wie neu und so dreht sie gleich eine Runde durch die Wohnung. Am liebsten möchte sie die Schuhe gleich während des Mittagsschlafes tragen, was ihr aber unbequem ist. So warten die Schuhe neben ihr am Bett.

Die Mädels ziehen den Mittagsschlaf gemeinsam durch, in der Hoffnung, dass es Reńćka dann besser geht. Nach dem Aufwachen sind dann Zoeys erste Worte „Socken“ und „Schuhe“. Die Beiden verbringen den Nachmittag zu Hause, was Zojka aber nicht daran hindert, ihre Schuhe in der Wohnung zu tragen.

Auf dem Rückweg von meinem Termin bringe ich etwas aus der Apotheke mit. Zoey und ich müssen heute alleine essen, weil es Reńćka nach wie vor nicht besser geht. Es gibt Reis und Bouletten. Zoey isst gut. Anschließend telefonieren wir mit Babcia und entscheiden, dass wir noch eine Runde um den Block drehen.

Um Punkt sieben stehen Zoey und ich auf der Straße. Wir tapsen einmal um den Block. Reńćka hatte Recht mit ihrer Einschätzung, dass die Schuhe ein wenig schwer sind. Zoey stört dies nicht. Sie läuft und läuft. Nach einer halben Stunde sind wir zurück. Der restliche Abend ist dann verlustreich. Zoey bekommt, nachdem Reńćkas Serie vorbei ist, ihre restlichen Äpfel und eine Tasse Milch. Diese landet jedoch zu 90 Prozent auf der Couch; wenigstens verbrennt sie sich nicht am Inhalt. Als sie dann fleißig das Schälchen in die Küche bringen möchte, fällt dieses zu Boden und zerschellt. Das Umziehen und Zähne putzen klappen dann problemlos. Die Damen des Hauses liegen um 20:35 Uhr im Bett und der Schlafmuffel schläft zügig ein.

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