Die Nacht ist um Punkt sieben vorbei. Reńćka ist in der Wohnung zugange, was einen guten Wecker darstellt. Ein paar Minuten später tappst auch Zoey durch die Gegend. Sie hat sich schlafend bis zur Tür geschleppt und kuschelt sich an den Ersten, den sie zu greifen bekommt; heute bin glücklicherweise ich derjenige. Wir besprechen noch kurz das Outfit und dann mache ich mich auf den Weg zur Arbeit.
Die Mädels sind pünktlich bei Pani Jola. Auf dem Weg in die Mittagspause spreche ich noch kurz mit einer Kollegin, die mir netterweise ihren mobilen Kindersitz leihen würde. Sie hat gute Erfahrungen damit gemacht. Bei herrlichem Frühlingswetter laufe ich nach Hause, um BAO für den Nachmittag abzuholen.
Ich bin um 15:25 Uhr bei Jola, welche mit den Zwergen draußen ist. Antek wird auch gerade abgeholt und so fällt die Kommunikation eher kurz aus. Ich erfahre nur, dass alles in Ordnung ist, obgleich Zoey nur bis 14:00 Uhr geschlafen hat. Sie läuft noch kurz hinter Jola her, dreht dann aber um und galoppiert auf mich zu. Unser Nachmittag kann beginnen.
Wir sind um 15:45 Uhr daheim, holen den Kinderwagen und das Laufrad und starten auf unsere Runde. Wir kommen bis zum Spielplatz. Dort ruft Zoey immer wieder „malen, malen“. Also verständigen wir uns darauf, zu Kaufland zu fahren und Kreide zu kaufen. Auf dem Weg dorthin, halten wir bei der Post an und kaufen eine Briefmarke. Zojka ist sehr irritiert über die Kontaktlinsen, die die Verkäuferin trägt.
Nachdem wir alles gekauft haben, fahren wir zurück zum Spielplatz und wollen malen. Dies wird jedoch noch dadurch verzögert, dass ein anderes Mädchen, welches mit Oma und Opa unterwegs ist, ein Dreirad hat, welches Malutkas Interesse weckt. Da die Drei nicht so einen kommunikativen Eindruck machen, frage ich nicht, ob Zoey eine Runde drehen kann. Als sie dann weg sind, malen wir alles voll, bis es dunkel wird. Auf dem Rückweg schmeißt Zojka noch den Brief in den Briefkasten, dann geht es heim.
Als wir dann die Pakete bei unserer Nachbarin im zweiten Stock abholen, erfahren wir dass unsere Nachbarin ins Krankenhaus gekommen ist. Die alte Dame hat es verdient, noch ganz lange auf dieser Welt zu sein, daher hoffen wir das Beste. Oben dann bekommt Zojka einen Fruchtquetsch und wir telefonieren mit Babcia. Nachdem ich noch ein paar Nudeln gekocht habe, spielen wir gemeinsam. Zoey hat sich derweil mit verschiedenen Hausschuhen eingedeckt.
Als Reńćka schreibt, dass sie gleich da ist, gehen wir runter und holen sie ab. Ich pumpe noch ihre Reifen auf und stelle die Bremse neu ein. Reńćka hat coole Holzautos für Zoey bestellt, welche wir vor dem Abendessen auch gleich ausprobieren. Nach dem Abendessen schauen wir etwas Fernsehen und ein Aufenthalt in der Badewanne steht an. Dieser wird in vollen Zügen genossen. Anschließend gibt es den Abendbrei und die Zähne werden geputzt.
Um 20:40 Uhr liegt der Schlafmuffel heute im Bett. Ein latentes Gefühl der Müdigkeit liegt über der gesamten Familie.