Nach wilden Träumen in der Nacht bin ich um 08:40 Uhr wach. Zoey war um 04:30 Uhr zugange und meckerte hinsichtlich ihrer Socken. Dies war jedoch schnell vorüber. Reńćka brauchte dann aber bis um 06:00 Uhr, um wieder einzuschlafen. Und so wecke ich heute erstmals meine Damen während dieses Urlaubs.
Mir geht es irgendwie überhaupt nicht gut. Es fühlt sie an, als wäre ich betrunken. Die alte Verzweiflung ist kurz zurück. Aber aufgesteckt wird nicht. Wir machen uns einen entspannten Morgen mit Kaminfeuer und ruhigem Frühstück. Auch Zoey ist nach ihrem anstrengenden Tag gestern, heute besser drauf.
Um elf Uhr laufen wir mit Buggy und Drachen bewaffnet zum Deich. Als wir dort ankommen, fällt auf, dass es heute Wasser gibt. Irgendwie müssen Ebbe und Flut gewechselt haben. Gegen 12:00 Uhr dringen von der anderen Seite der Jade, Manövergeräusche herüber. Anscheinend übt dort unsere Marine. Der Wind reicht aus, um unseren Drachen steigen zu lassen. Allerdings ist das gute Ding so verheddert, dass es einige Geduld braucht.
Auf dem Rückweg wickele ich die Schnur das ordentlich auf, bis eine Windböe das ganze Konstrukt erfasst und mir aus der Hand reißt. Fortan verweilt unser Drachen unerreichbar auf der Weide. Es gibt noch ein Abschiedsfoto. Um 12:45 Uhr sind wir zurück.
Ich packe meine Sachen und breite die Abreise in Richtung Bremen vor. Union gibt sich heute die Ehre und da will ich anwesend sein. Nachdem ich weg bin, bekommt Malutka ihr Essen und tritt zum Mittagsschlaf an. Allerdings vergehen zwischen Einschlafen und Aufwachen gerade mal etwas mehr als eine Stunde. Dann schnappt sie sich ihre Bettwäsche und legt sich im Wohnzimmer vor die Couch.
Anschließend geht es ein letztes Mal zum Deich. Zoey schiebt selbstbewusst ihren Puppenwagen die Straße entlang. Rückzu halten die beiden Damen noch einen kurzen Schnack mit unseren Nachbarn. Schade, dass wir schon wieder abreisen müssen.
Union siegt heute in Bremen mit 2:0. Ich bin irgendwie mächtig stolz. Nach dem Spiel geht es mit Fahrrad zurück zum Auto und ich lade das Video hoch. Ich hole auf dem Heimweg noch Brötchen für die morgige Fahrt und bin kurz vor acht zu Hause. Zoey kommt gleich angeflitzt und begrüßt mich. Es ist schön, wieder bei den Frauen zu sein.
Während Zoey ihren Abendbrei isst, bekomme auch ich etwas zu Essen. Um vom Nachmittag etwas herunterzukommen, baue ich schon den Dachgepäckträger an und räume die ersten Sachen in den Kofferraum. Gegen 21:00 Uhr geht es für den Schlafmuffel ins Bett, schlafen möchte sie allerdings noch nicht. Dies dauert noch eine halbe Stunde, weil sie noch singen und erzählen muss.