Eine weitere Nacht alleine im Schlafzimmer ist gemeistert. Renia schläft – obwohl sie seit Tagen auch mal wieder bei mir schlafen wollte – abermals bei Zoey. Kurz vor sieben ist die Nacht vorbei. Zoey sitzt neben mir im Bett und meckert, weil sie eben dort gerade nicht sitzen möchte. Also läuft sie zu Mama ins Wohnzimmer und trinkt Kakao. Nach dem Kakao ist es dann schon besser. Sie steht am Bett und ruft „aufstehen Tata, aufstehen!“

Wir schauen zwei Folgen der „Kinder aus dem Möwenweg“. Dann befüllen die Mädels gemeinsam die Waschmaschine. Im Anschluss schauen wir das Prinzessinnen-Buch an, während Renia das Frühstück vorbereitet. Dies wird dann holprig. Zoey isst nur wenig. Und so komme ich auf die Idee, etwas (einen Viertel Teelöffel) auf ihr Brötchen zu schmieren. Das klappt dann, bringt mir auch Kritik von Renia ein. Mich macht das traurig und wütend, weil ich anscheinend nie etwas richtig mache. Daher bin ich dann den Rest des Tages eingeschnappt.

Wir laufen dann zum Kaufland und bringen das Leergut weg. Auf dem Rückweg geht es dann zum Spielplatz. Nachdem die üblichen Streitereien über das Schuhe ausziehen abgebogen sind, wird gespielt. Ein fremdes Mädchen ist da. Sie hat einen Puppenwagen, mit dem Zoey sehr gerne spielen würde. Das Mädchen möchte dies aber nicht. Renia flitzt daraufhin nach Hause und holt Zoeys Laufrad, einen Ball und Buddelsachen. Malutka macht nur auch sehr deutlich, dass dies ihre Sachen sind. Renia geht dann etwas früher hoch und macht noch die Wohnung sauber. Zoey spielt mit Ella, während ich mich mit ihrem Vater über Grundstückskauf und Hausbau austausche. Unser Vorhaben stockt ja ein wenig. Die Mädels pflücken Beeren, die sie dann auf einen Stein legen, damit die Vögel davon essen können. Beide Kinder haben danach mehr als rote Finger.

Um zwölf Uhr machen wir uns auf den Heimweg. Gegen halb eins gibt es Mittagessen. Ich bin zwar nicht mit eingeplant, nehme mir aber dennoch eine Portion vom Reis mit Körnern und Oliven. Es schmeckt gruselig. Für Zoey scheint es neutral zu sein. Mein Plan, heute nach Frankfurt, dann zum Einkaufen nach Słubice und abschließend nach Bad Sarow in die Therme zu fahren, löst sich dann mittags endgültig im Nichts auf. Es ist halt keine besondere kompromissfähige Thematik. Also geht Zoey um zehn vor eins für den Mittagsschlaf ins Bett. Bereits fünf Minuten später ist Ruhe eingekehrt.

Renia steigt in die Ferienhaus-Suche ein und findet sogar interessante Unterkünfte. Nun bleibt mir noch etwas Zeit, dies mit möglichen Fußballspielen zu kombinieren. Um 14:25 Uhr wecken wir die tief schlafende Zojka. Zum Aufwachen gibt es etwas Obst und eine weitere Folge der „Möwenweg-Kinder“. Dann klingelt es und die gestern bestellte Strandmuschel wird geliefert. Renia kann das Ding problemlos aufbauen und wieder zusammenfalten. Zoey ist begeistert von ihrem „neuen Haus“.

Dann fahren wir in den Baumarkt. Ich möchte fürs Bad Spiegelfliesen und einen Wasserspareinsatz kaufen. Wir werden fündig. Dann besorgen wir noch Lebensmittel für die kommenden Tage. Auf dem Heimweg halten wir noch an dem Sportplatz mit den Trampolinen. Dort müssen wir erst ein paar ältere Kinder vertreiben, die im Rahmen einer Multi-Kulti-Geburtstagsfeier unterwegs sind. Zojka braucht ein paar Momente, um aufzutauen, hoppst dann aber die nächsten Minuten ununterbrochen.

Kurz nach sechs geht es endgültig heim. Zum Abendbrot gibt es heute Fasolka. Zoey kann sich überhaupt nicht dafür begeistern und belässt es bei Brot und einigen Stückchen Wurst. Dann ruft Babcia an. Zoey zeigt ihr stolz die neue Spiegel-Konstruktion und wäscht abermals doppelt die Hände.

Dann gehen wir noch eine Runde spazieren. Umgehend bewaffnet sie sich mit zwei Stöckchen, welche fortan als Trommelstöcke dienen und singt zwanzig Minuten am Stück das „Ogórek-Lied“. Nebenbei wird jede Pfütze durchlaufen und so kommen wir nach einer halben Stunde plitschnass zu Hause an. Also geht es nochmal unter die Dusche. Beim Zähneputzen zeigt sie stolz, wie sie sich mit dem Zahnputzbecher den Mund ausspülen kann. Auch wenn sie anschließend einen neuen Schlafanzug braucht, bin ich sehr stolz auf sie. Um 21:00 Uhr geht es heute ins Bett. Nur Ruhe kehrt erst um 21:30 Uhr, nachdem es noch einmal laut wird, ein.

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