Ich bin heute noch tief im Traum, als es um 08:10 Uhr an meiner Tür klopft. Zoey erbittet Einlass. Renia ist bereits unten und trinkt Kaffee. Als Zoey dann nach unten kommt entgegnet sie „oh Sonne, kein Regen“.
Als wir dann im Garten spielen, holt Dziadek gegenüber das Akkordeon raus. Ich finde es fast ein wenig entspannend und auf jeden Fall besser als RMF MAXX.
Wir starten erst um 11:15 Uhr in Richtung Strand. Dies müssen wir in den nächsten Tagen noch optimieren. Doch kann sich heute vor lauter Wind kaum vorwärts bewegen. Dennoch ist der Strand voll. Das karge Angebot bedingt die Nachfrage. Selbst Zojka ist es heute zu ungemütlich. Sie sitzt da und buddelt vor sich hin. Ich tue es ihr gleich und Renia liest. Irgendwann packt mich richtig die Buddellust und ich hebe einen größeren Graben aus, welcher Zoey perspektivisch als Windschutz dienen soll. Als ich jedoch tief genug bin, dringt Grundwasser ein und Zoey hat ihren eigenen Pool.
Ich schlage vor, dass wir einfach über Mittag am Meer bleiben. Leider haben wir keinerlei Verpflegung mit und so packen wir doch noch zusammen.
Gegen 14:00 Uhr sind wir zurück und ich bereite das Mittagessen vor. Es gibt Pierogi. Zoey mag die Dinger sehr und isst begeistert. Nur das mit dem Mittagsschlaf will nicht klappen; wie üblich. Erst Viertel vor drei schläft sie ein. Mir tut es dann doll Leid, als ich die Mädels dann um 15:30 Uhr wieder wecken muss.
Bei Zoey öffnen sich erst die Augen, als ich den Laptop heraushole und eine Folge „Möwenweg-Kinder“ anstelle. Dann gibt es eine Schüssel Eis. Zoeys Begeisterung hinsichtlich der Mischung aus Vanilleeis mit Rosinen und Walnüssen hält sich in Grenzen.
Da die Mädels nicht noch einmal an den Strand möchten, fahren wir nach Sławno auf den Spielplatz. Ich baue den Reboarder heute um und wir lassen Zoey bei der Fahrt nach vorne schauen. Diese neue Perspektive lässt sie ausführlich kommentieren. Es ist interessant, ihr zuzuhören, welche Eindrücke sie so von der Fahrt hat. So können wir auch gleich tanken. Es ist die nächstliegende Tankstelle.
Der Spielplatz ist gut besucht und gegen 18:00 Uhr kommen auch Kinder in Zoeys Alter hinzu. So entwickelt sich sogar ein gemeinsames Spiel. Auch heute essen wir wieder bei dem Chicken-Laden. Als wir den Laden verlassen, ruft Zoey „do widzenia”. Beim anschließenden Einkauf wünscht sie der Dame an der Kasse „dzień dobry”.
Die Rückfahrt wird wieder in bekannter Manier zurückgelegt. Zoey fährt wieder Reboarder und ist bester Laune. Als wir ankommen, gibt es den nächsten Regenbogen zu bewundern. Für Zoey gibt es dann noch ihre Milch und wir machen sie bettfertig.
Um 21:00 Uhr wird noch gelesen. Wie üblich möchte sie die Bücher zweimal vorgelesen bekommen. Pünktlich zum Schlafen gehen, wird auf dem Nachbargrundstück noch die Kettensäge rausgeholt. Einige Menschen haben einen komischen Rhythmus. An diesem Abend haben sie die Rechnung allerdings ohne Renia gemacht. Eine wutentbrannte Frau stürzt raus und schreit sich die Seele aus dem Leib. Gut, dass ich nicht alles verstanden habe.