Die Nacht bietet ein beeindruckendes Natur-Schauspiel. Es regnet, es schüttet, es stürmt, es blitzt und es donnert. Gegen halb eins mache ich die Schotten dicht. An Schlaf ist hier kaum zu denken. Auch Reńćka tut sich schwer. Zoey hingegen ist reaktiv unbeeindruckt von diesen Geschehnissen; sie schläft.
Mein Wecker klingelt um 07:00 Uhr. Ich bin noch so fertig vom der Nacht, dass ich mich erst ein paar Minuten später aus dem Bett quäle, um mich fertig zu machen. Als ich aus dem Bad komme, wird Zoey gerade gestillt. Wenigstens kann ich mich heute von den Beiden verabschieden.
Kurz nach acht mache ich mich mit Fahrrad auf den Weg zu unserem Führungskräfte-Tag in ein Hotel am Alex.
Die Mädels starten zum Babyschwimmen. Es wird viel Konversation betrieben. Der Sturm in der Nacht ist auch hier ein Thema. Heute gibt es wieder ein Speeddating und Zoey taucht endlich wieder. Für den Rückweg nutzen die Beiden die Bahn, damit Malutka wach bleibt.
Um 12:45 Uhr beginnt sie ihren Mittagsschlaf, der bis 15:30 Uhr andauert.
Kurz darauf ist auch meine Veranstaltung zu Ende. Der Tag war kurzweilig und durch den klimatisierten Raum vor allem erträglich. Also ich dann nach draußen laufe, steht die Luft wie eine Wand vor mir. 35 Grad sind es heute wieder und der Fahrtwind schmälert die Strapazen des Kreislaufs nur bedingt.
Zu Hause angekommen, hole ich noch ein Paket bei unserem Nachbarn ab. Er fragt, ob er sich unser Radkreuz ausleihen kann; was kein Problem darstellt. Oben werde ich freudig begrüßt, muss aber auch gleich wieder los nach Adlershof zum Zahnarzt. Auf dem Weg zum Auto drücke ich unserem Nachbarn noch das gewünschte Utensil in die Hand und düse los.
Die Mädels fahren noch einmal auf den Spielplatz und zum Einkaufen. Ab zehn vor sechs sitze ich dann beim Zahnarzt und warte. Draußen braut sich das nächste Unwetter zusammen und als ich fertig bin, schüttet es wie aus Kübeln. Die 100 Meter zum Auto reichen aus, um trotz Sprint, nass bis auf die Haut zu werden.
Ich schaue noch kurz bei Oma Hihi vorbei und kämpfe mich dann durchs Gewitter nach Hause. In der Stadt ist der Ausnahmezustand ausgebrochen. Viele Bäume sind in Mitleidenschaft gezogen worden. Ampeln sind ausgefallen und vor unserer Haustür hat es einen Baum entwurzelt. Es gab einen lauten Knall, der die Prinzessin sehr erschreckte. Seitdem hing sie an Reńćka und wollte nicht mehr weg. Es war genau dieses Geräusch, was entstand, als der Baum auf ein Auto krachte.
Zoey und Reńćka sind sichtlich erleichtert, als ich endlich zu Hause bin. Malutka kommt gleich kuscheln. Wir schauen etwas Fernsehen und dann bade ich den Schlafmuffel.
Um halb neun gibt es den Abendbrei und kurz nach neun ist die kleine Maus im Bett und schläft auch.