Um 06:40 Uhr bin ich wach und kann nicht mehr einschlafen. Ich denke so bei mir, verdammt, was soll das, schließlich ist heute Wochenende. Mein Kopf hämmert und der Husten nervt. Kurz vor acht kommt Reńćka zu mir auf die Matratze gekrabbelt.

Wir sind nicht lange alleine, da sich Zoey fürs Aufstehen entscheidet. Sie ist noch schlaftrunken, aber startet gleich mit dem Spielen. Ich mache mich um 09:00 Uhr auf den Weg und hole Brötchen fürs Frühstück. Zu diesem zeigt Zoey große Begeisterung, die so ein Ei in seiner Schale bietet. Verzehren möchte sie es aber nicht.

Aufgrund meiner dürftigen Gesundheit heute entscheiden wir uns gegen eine Fahrt nach Szczecin und nutzen das schöne Vormittagswetter für einen Spaziergang zu Laube. Dort angekommen, sind noch zwei andere Kinder da, welche allerdings kein Interesse an der Interaktion mit Zoey zeigen. So beschäftigen wir uns alleine und Zoey vollführt ihren obligatorischen Rutsch-Marathon. Allerdings schlägt sie beim ersten Mal rutschen ungünstig mit dem Kinn auf, so dass es Tränen gibt. Nachdem sie Reńćka getröstet hat, krabbelt sie aber gleich wieder hoch und rutscht erneut. Respekt für so viel Power! Dann schaukeln und buddeln wir noch. Wir nutzen den Aufenthalt auf dem Spielplatz auch für eine erste Aussprache. So richtig gelingt es uns nicht, so dass wieder Tränen fließen. Harmonie wäre mir unendlich viel lieber.

Um 12:15 Uhr begeben wir uns auf den Heimweg. In gastronomischen Teil der Laube ist ein Hund angekommen, der fortan Zoeys Aufmerksamkeit erregt. Er zeigt leider keinerlei Interesse an ihr und hat nur Augen für seine Besitzer. Gleich nach unserer Rückkehr gibt es für Zoey Mittagessen. Sie ist allerdings so fertig, dass sie nur mit Mühe die Augen offen halten kann.

Daher schlägt Reńćka vor, dass ich sie heute in den Mittagsschlaf begleiten soll. Nach dem Windelwechsel lege ich mich dann gemeinsam mit ihr hin und ertrage knappe zwei Minuten lang ihr Gemecker. Dann schläft sie ein, während ich ihr Gesicht streichele.

Einen kurzen Moment schlummere ich mit ihr ein, dann löst mich Reńćka ab. Nach einer kurzen Ruhephase und der Bestellung des Fahrradsitzes für Zoey mache ich mich auf den Weg zum Friseur. Die Halsschmerzen sind wieder zurück und so besorge ich Anschluss gleich noch ein paar neue Lutschbonbons; Mandelentzündung oder Angina bleiben eigentlich nur übrig. Eigentlich habe ich da nur wenig Lust drauf.

Als ich wieder daheim bin, gibt es gleich den nächsten Streit und für Zoey allerhand Kleinigkeiten zu essen. Kurz nach halb fünf laufen wir rüber zum Spielplatz, der heute menschenleer ist. Der Regen am Nachmittag hat die Menschen davon abgehalten, ihre Behausungen zu verlassen. Wir buddeln ein wenig. Allerdings versucht Zoey immer wieder, den Spielplatz zu verlassen und in Richtung Straße zu laufen. Vor dem letzten Versuch, unterbinden wir dieses Anliegen, indem ich die Tür blockiere. Dies führt zu Protest, welcher sich jedoch nach wenigen Augenblicken wieder beruhigt.

Dann laufen wir rüber zum Einkaufen. Zoey möchte dort gerne aus dem Wagen raus und selbst laufen. Auf den wenigen, welche wir ihr einräumen, erkundet sie alles aufmerksam und möchte überall anfassen.

Wir sind kurz nach sechs zurück und für die Zwergin geht es zunächst in die Badewanne. Vor allem eine Haarwäsche ist dringend notwendig. Im Anschluss nutze ich noch kurz das Wasser. Zum Abendessen gibt es heute Zoeys geliebte Schupfnudeln und Nürnberger Würstchen. Dieses Mahl ist natürlich ein voller Erfolg. Dem Telefonat mit Oma Hihi folgt ein kurzer Fernsehabend mit Jerks.

Dann gibt es den Abendbrei, eine frische Windel und um 21:10 Uhr die Möglichkeit einzuschlafen. Diese wird noch rund dreißig Minuten lang vom Schlafmuffel umschifft. Ihr gefällt es mehr, lautstark über den Tag zu berichten.

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