Die Nacht ist für die Mädels ruhig und halbwegs durchgehend von Schlafen geprägt. Ich quäle mich hingegen derartig durch die Einschlafzeit, dass ich erst gegen 01:30 Uhr einschlafe. Die Gedanken halten mich wach. Auch der Körper zeigt, dass er Urlaub benötigt.
Bevor ich zur Arbeit gehe, fängt mich Reńćka ab und tröstet mich in den Tag hinein. Dabei wird auch Malutka wach, weil sie merkt, dass wir zugange sind. Wenigstens sehe ich heute Morgen beide Frauen, was dem Start etwas Qualität verleiht.
Zoey und Reńćka machen sich im Laufe des Vormittags auf den Weg zur Laube. Bevor sie im Park ankommen, macht Zoey Pause bei einem Mann, der gerade seinen Zaun streicht. Als er hört, dass Reńćka mit ihr polnisch redet, holt er auch ein paar Brocken raus. Seine Frau kam aus Poznań. Zoeys Name ist aber für ihn nur schwer merkbar. Auch erkundigt er sich danach, ob Malutka bereits getauft ist, was aktuell noch verneint werden muss.
Nach dem Spielplatz geht es noch zum Einkaufen und wieder nach Hause. Dort dauert es ewig, bis die Prinzessin endlich einschläft. Bis dahin brüllt sie alles zusammen und raubt ihrer Mama den letzten Nerv. Nach zehn Minuten Mittagsschlaf ist sie wieder wach und es gelingt nicht, sie vom Weiterschlafen zu überzeugen.
Ich bin sehr überrascht, als wir kurz nach drei Uhr telefonieren. Malutka ist aber gut drauf.
Als ich um 17:00 Uhr von Arbeit los laufe und auf dem Spielplatz ankomme, ist dort wieder Betrieb. Zoey buddelt gerade mit Ida. Für mich hat sie zunächst keinen Blick. Erst als wir kurz wippen, interagiert sie auch mit mir. Kurz nach sechs Uhr sind wir wieder daheim.
Heute wird die Maus gebadet. Dann gibt es die Schupfnudeln mit Salat und Hackröllchen, was natürlich ganz nach Zoeys Geschmack ist. Nach dem Abendessen folgt dann eine unschöne Überraschung. Die Abrechnung der Hausverwaltung ist da. Ich hatte es erst überlesen, aber wir dürfen über 500 Euro nachbezahlen, womit ein Urlaub wieder in weite Entfernung entschwindet.
Zoey ist trotz des Schlafmangels weiterhin gut drauf und erstaunlich ruhig. Sie holt sich drei Geschirrtücher aus der Küche und ist bis zum Abendbrei beschäftigt. Diesen möchte sie heute nicht essen. Ein Viertel schafft sie, dann fallen ihr bereits die Augen zu, so dass ich sie nur noch umziehe und sie um zwanzig vor neun ins Bett stecke.
Heute möchte sie nicht einmal mehr an Mamas Brust, sondern zieht sogleich in ihr Bett um und schläft innerhalb von zwei Minuten ein.