Irgendwie holt einen die Realität dann doch schneller ein als man es sich wünscht. Ich hoffe, dass ich das Urlaubsgefühl noch ein wenig konservieren kann.

Als ich um 07:00 Uhr aufstehe, kommt auch ins Schlafzimmer Bewegung. Als ich dann im Bad fertig bin, höre ich Reńćka die Jalousien hochziehen und beschließe, meinen beiden Damen einen Guten Morgen zu wünschen. Zoey tappst noch müde durch die Gegend, so dass sie mein Kuscheln nicht abwehren kann.

Während ich mich abschließend fertig mache, bekommt sie die Brust. Dann werde ich verabschiedet. Die Irritation ist groß bei Zoey als ich gehe und sie zurückbleibt. Selbständig läuft sie dann in ihr Zimmer zum Fenster und möchte draußen nach mir schauen. Es ist wirklich nicht einfach, nach drei Wochen, die man 24 Stunden lang zusammen war, nun wieder loszulassen. Während mich auf Arbeit schnell die Realität einholt, ist für unsere Zoey heute ein wichtiger Tag.

Um 10:00 Uhr sind meine beiden Lieblingsmenschen mit unserer zukünftigen Tagesmutter Pani Jola verabredet. Während die Frauen alle Formalitäten klären, spielt Malutka bereits mit dem anderen Mädchen, welches bereits in der Betreuung ist. Die beiden unterhalten sich. Allerdings muss Zoey nun auch lernen, sich im „Kampf“ ums Spielzeug durchzusetzen, was heute noch nicht gelingt. Desweiteren widmet sich Zoey lange dem Hund Amy und streichelt die Dackel-Dame. Inzwischen hat sie schon einige Erfahrungen mit Hunden gemacht.

Ende September wird die Eingewöhnung beginnen. Dann steht der nächste Schritt oder auch Einschnitt im Leben unserer Tochter an. Im Anschluss geht’s noch auf den Spielplatz an der Laube. Dort ist dann alles beim Alten.

Ich komme um kurz vor eins nach Hause. Zoey lallt im Hochstuhl sitzend während des Mittagessens vor sich hin. Es ist bereits das zweite Essenangebot, da sie das erste verschmäht. Als sie mich erblickt, strahlt sie mich an. Ich füttere sie auch noch ein wenig, um sie danach für den Mittagsschlaf vorzubereiten. Während ich zur Arbeit zurückfahre, schlafen die beiden Mädels ein.

Um 15:15 Uhr erhalte ich einen Anruf. Zoey kauert auf Reńćka und ihr fallen immer wieder die Augen zu. Während ich um halb fünf zu meinem Montagstermin aufbreche, gehen die beiden Frauen auf den Spielplatz. Zoey weicht anfangs nicht von Reńćkas Seite und muss sich wohl zunächst akklimatisieren. Dies gelingt und so werden sie heute sogar von Ida nach Hause gebracht.

Als ich abends nach Hause komme, werde ich mit einen zuckersüßen Lächeln begrüßt. Dies entschädigt für den Tag… in jeder Hinsicht. Reńćka bereitet gerade das Essen vor und so haben Zoey und ich Zeit, den Spielbericht des Union-Spiels zu schauen. Zoey ist aktiv dabei und klatscht mit den Fans. Ansonsten sitzt sie wie gebannt. Dann gibt es Abendessen. Kartoffeln und den Jungkohl lässt sie heute stehen, für ein Schnitzel ist sie aber zu haben.

Dann folgt der erste Fernsehabend seit zwei Wochen, den Oma Hihi noch ein paar Minuten durch ihr Telefonat herauszögert. Zoey kuschelt mit uns und turnt munter durch die Gegend. Auch ihr Schaukelpferd wird bespielt. Dann plötzlich – während der Zubereitung des Abendbreis – kippt die Stimmung. Zojka will sofort essen, was natürlich nicht geht. Und so verweigert sie anfangs das Essen vollständig.

Mir gelingt es dann, während Reńćka duscht, ihr wenigstens ein paar Löffel zu füttern, bevor Malutka von sich aus in den Hochstuhl möchte und dort sogar aufisst.

Dann ist die Laune wieder besser, so dass es noch eine neue Windel gibt und der Schlafmuffel problemlos um zehn vor neun ins Bett marschiert.

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