Ich kann lange Zeit nicht einschlafen. Ich träume im Halbschlaf irrwitziges Zeug und habe es um halb drei endlich geschafft, in den Schlaf zu finden, als Reńćka bei mir am Bett steht. Die Luft riecht nach Rauch und ihr ist schlecht. Dies steigert sich bis zum Übergeben. Ich treffe, die Entscheidung, dass ich den zweiten Schulungstag nicht besuchen werde, da mich meine Familie braucht.

Im Laufe des Morgens erwischt es dann auch mich, zum Glück nur mit Durchfall. Wir sind leider nur sporadisch vorbereitet und hängen dann ziemlich durch. Zoey ist echt gnädig und vollkommen frei von Ansprüchen.

Kurz vor elf Uhr schleppen wir uns dann aber doch zum Spielplatz hinunter. Es sieht nach Regen aus, aber der will einfach nicht fallen. Auf dem Spielplatz hocken dann zwei Zombies. Reńćka schafft es tatsächlich noch, ein paar Einkäufe zu tätigen. Zoey und ich bleiben auf dem Spielplatz; zumindest anfangs, denn Zoey folgt Reńćka. Bis zur Straße tappst sie, bevor ich sie einfange und zurück bringe. So richtig viel Lust hat Malutka heute nicht auf Spielplatz und so macht sie sich noch drei weitere Male auf den Weg runter vom Spielplatz.

Gegen Viertel nach zwölf dürfen wir endlich nach Hause. Das Füttern wird dann zur Tortur. Zum Glück ist Reńćka schon wieder dazu in der Lage, nur Zoey hat keinen Hunger und so isst sie nur 1/3 des Gläschens.

Um 12:50 Uhr ist Malutka dann im Bett und schläft innerhalb weniger Minuten ein. Reńćka gelingt es nicht zu schlafen, ich genehmige mir jedoch eine knappe Stunde.

Als ich aufwache, versucht Reńćka gerade, unsere Tochter zu wecken. Dies dauert in der Summe fast eine halbe Stunde, weil die Prinzessin weiterschlafen möchte. Immer wieder schlummert sie ein. Sie möchte aber auch nicht von Mama weg und hängt – beinahe apathisch – auf ihr herum. Der Durchfall hat inzwischen auch Zoey erreicht und dies in einem Umfang, dass die Windel nicht standhält. Also geht’s unter die Dusche. Malutka wird von Stunde zu Stunde blasser im Gesicht, hält sich aber tapfer auf den Beinen, isst und trinkt immer wieder eine Kleinigkeit und ist auch sonst lebhaft. So verzehrt sie heute auch ihren ersten Zwieback.

Allerdings schaffen wir es heute Nachmittag nicht, mit ihr auf den Spielplatz zu gehen. Sie muss sich in der Wohnung beschäftigen, was ihr auch unauffällig gelingt. Sie ist auch abends gnädig mit ihren Eltern und verschont uns weitgehend von Attacken auf die Regale. Ihren Abendbrei verschmäht sie heute jedoch größtenteils und tappst im Anschluss eigenständig in Richtung Bett. Der Rest geht heute ohne Diskussionen.

Um 21:15 Uhr liegt der Schlafmuffel im Bett. Es bleibt die Hoffnung, dass morgen ein besserer Tag ist.

Ich recherchiere abends, woher der Geruch kommt. Der Waldbrand in Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern führt dank des regen Windes selbst in Berlin zur Wahrnehmbarkeit.

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