Der zweite Urlaubstag bringt ein morgendliches Küsschen um 07:30 Uhr. Reńćka und Zoey stehen an meiner Matratze. Die Nacht ist für die beiden bereits um zehn vor sieben vorbei.

Im Laufe des Morgens wird Malutka von Minute zu Minute quengliger. Ein Blick aufs Fieberthermometer bringt die Erkenntnis, dass sie eine erhöhte Temperatur aufweist. Der nächste Zahn scheint nun endgültig durchzubrechen.

Nach dem Frühstück und einem intensiven Spiel mit unserem alten Handy starten wir in den Tag.

Heute wollen wir einkaufen. Es ist ein erfolgreicher Tag. Zoey bekommt ein paar neue Schuhe, Reńćka Unterwäsche, ich ein neues Hemd und eine Hose. Nebenbei geben wir noch vierzig Euro für Windeln und co aus. Zoey entdeckt heute Vormittag ihre Begeisterung für Rolltreppen und Fahrstuhl-Knöpfe. Und auch sonst ist sie auf Entdeckungsreise durch die Läden. Für uns hat sie dabei nur wenig Aufmerksamkeit übrig. Vielmehr hat sie dieses Grundvertrauen, dass wir schon auf sie aufpassen werden.

Während der fünfzehnminütigen Heimfahrt gelingt es ihr beinahe einzuschlafen. Reńćkas beherztem Einsatz ist es zu verdanken, dass sie wachbleibt.

Nach dem Mittagessen geht’s für uns drei ins Bett. Zoey ist nach zwei Minuten weg. Ich bekomme aufgrund des Schnarchens einen Rüffel und stehe auf. Das Thema Urlaubssuche habe ich noch immer nicht aufgegeben.

Magda und ihre Tochter kündigen heute ihren Besuch an. Sie wollen kurz vorbeikommen, um die Zeit bis zum nächsten Zug nach Szczecin zu überbrücken. Zunächst – es ist inzwischen kurz nach drei – wecken wir Zoey aber auf.

Der Mittagsschlaf scheint ihr gut getan zu haben. Wir nutzen die Zeit noch zum Aufräumen und zum Abbau des Heizstrahlers. Wieder ist ein Abschnitt Vergangenheit. Es ist schon ein komisches Gefühl. Unser Besuch wird heute von Zoey freudig begrüßt. Sie freut sich, dass ihr jemand weiteres Aufmerksamkeit schenkt. Zunächst verpflegen wir unsere Gäste, welche dankenswerterweise ihr Essen mitgebracht haben.

Dann klopft es an der Tür. Unsere Nachbarin ist für einen kurzen Besuch zu Hause. Und da muss sie natürlich auch nach Zoey schauen. Wie selbstverständlich tappst die Prinzessin zu ihr in die Küche herüber und wartet auf die Schokolade. Diese wird auch umgehend kredenzt.

Nachdem der Besuch weg ist, teilen wir uns auf. Ich fahre noch einmal zum Einkaufen und die beiden Frauen laufen zum Spielplatz.

Ich bin um 17:30 Uhr wieder zu Hause und hole meine Mädels vom Spielplatz ab. Zoey kommt mir entgegen, biegt dann aber auf die Wiese ab. Wir bleiben noch einen Moment, dann geht’s heim.

Um 18:00 Uhr sind wir wieder zurück in der Wohnung und bereiten das Abendessen vor. Unser Anruf bei Oma Hihi erreicht diese gerade in der Tram, so dass wir uns nur kurz sprechen. Heute gibt es Pizza und mein Modell hat Würstchen im Rand, was Malutka durchaus schmeckt. Nach all den Geschmacksexperimenten besinnt sie sich aber auf ihr trockenes Brötchen; sicher ist sicher.

Wir sind pünktlich für Reńćkas Fernsehserien fertig. Zoey umkreist während der Folgen den Tisch und konsumiert intensiv die Werbeminuten. Nach dem Abendbrei und einer frischen Windel ist dann Schluss.

Um 20:45 Uhr liegt Malutka im Bett.

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