Ich bin in dieser Nacht regelmäßig wach. Gegen 06:00 Uhr versuche ich dann meine krankheitsbedingte Abwesenheit auf Arbeit zu organisieren. Nach dem halbtoten Gefühl gestern Abend ist es heute schon besser. Reńćka kommt Viertel nach sieben zu mir. Zojka schläft noch. Sie wird erst gegen halb acht wach. Gemeinsam mit Reńćka schaut sie dann noch einmal wie es mir geht.

Ich war gestern Abend sehr angetan, wie fürsorglich Zoey mit mir umgegangen ist. An mir ist gestern eine Menge des Abends vorbeigegangen. Als ich beim Arzt ankomme, bin ich aber wieder halbwegs lebendig; danke lieber Gott! Bis Ende der Woche bin ich außer Gefecht gesetzt, mein Ziel bleibt es aber, am Freitag wieder auf Arbeit zu sein.

Der Vormittag verläuft unruhig. Erst kommt Edyta vorbei, die ihr Geld vergessen hat und wieder nach Hause möchte; ihr kann geholfen werden. Mittags kommt Micha, die Dauerkarte für Union heute Abend abholen, was meine Laune in den Keller zerrt. Nach der Hühnerbrühe zum Mittag wechsele ich in die Waagerechte. Dabei muss ich wohl irgendwie auch eingeschlafen sein.

Um zwanzig vor drei ruft Reńćka aus ihrer Mittagspause an. Anschließend warte ich auf Babcia. Anscheinend haben wir uns falsch verstanden, da sie am Bahnhof wartet. Dort sammele ich sie um 15:15 Uhr ein. Wir holen Zoey ab.

Babcia ist überrascht, dass Jola ihre Betreuung in der Privatwohnung anbietet. Wir üblich ist die kleine Gruppe gerade draußen unterwegs. Auch Antek wird gerade abholt. Zoey ist heute gut durch den Tag gekommen. In der Musikschule gibt es keinerlei Berührungsängste mehr. Heute bauen die Kinder aus Pappe und zwei Walnussschalen ein tolles Instrument. Mittags gibt es Pomidorowa und auch beim Mittagsschlaf lässt sie sich nicht durch Anteks Stören aus der Ruhe bringen. Zur Abrundung des Tages gibt es Schokopudding, was Pani Jola mit einem breiten Grinsen berichtet.

Zoey hat von Anfang an nur Augen für ihre Babcia. Sie schnappt sich gleich die Hand und läuft mit ihr in Richtung Auto. Dann geht es weiter zum Einkaufen. Zurück zu Hause drehen wir noch eine Runde mit dem Laufrad. Zoey trifft dort auch auf die Katze aus der Nachbarschaft, welche sich bereitwillig streicheln lässt. Kurz nach fünf sind wir dann endgültig daheim. Babcia hat ihren halben Hausstand mitgebracht und so spielen die Beiden nach einem kurzen Frucht-Snack intensiv miteinander. Und so habe ich statt gewünschter Erholung nunmehr zwei Kinder in der Betreuung.

Kurz nach sechs kommt Reńćka nach Hause. Wir bereiten das Abendessen vor. Zojka möchte jedoch keine Kartoffeln, sondern isst erst mit, als sie die Brühe vom Vortag bekommt. Babcia ist verzückt von all dem Glück, welches Zojka ausstrahlt.

Um halb acht bringen wir sie zur S-Bahn. Zoey läuft natürlich bei Babcia an der Hand. Sie ist sehr irritiert, dass ihre Oma in die Bahn einsteigt und nun weg ist. Auf dem Rückweg dreht sie sich immer wieder um und sucht nach ihr. Zu Hause dann gibt es nur noch ein wenig Milchschaum und die Zähne werden geputzt. Auch heute Abend singt Malutka beim Umziehen wieder „nasza zima zła”. Bereits gestern interpretierte sie es in ihrer Fassung. Auf Nachfrage ergibt sich, dass die Verantwortung dafür bei Pani Jola liegt. Dennoch sehe ich die Hauptursache bei uns liegend, da wir diesen Song schon in Babyzeiten gehört haben.

Der Schlafmuffel ist heute um 20:40 Uhr im Bett.

Meine Dauerkarte hat es heute auch nicht ins Stadion geschafft. Zum Anpfiff verweilt Micha noch auf Arbeit.

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