Wir sind um 22:40 Uhr im Bett. Reńćka schläft heute neben mir im Schlafzimmer ein. Zumindest versucht sie es. Es dauert ewig, bis sie eine Position gefunden hat. Als ich nachts noch mal raus muss, ist sie nicht mehr da. Um eins haben sie die Gedanken an Zoey wieder in Kinderzimmer getrieben. Mal sehen, wie lange die Umstellung dauern wird.
Um 08:30 Uhr stehen beide Frauen vor mir. Wir chillen noch eine Stunde gemeinsam im Bett, bis wir dieses für ein gemeinsames Frühstück inklusive Morgenbrei verlassen. Zojka beendet ihr Mahl noch mit zwei Frikadellen. Wir hängen immer noch an der Urlaubsplanung fest, weil wir ja auch noch nach Irland wollen.
Um 11:15 Uhr starten wir nach draußen. Wir wollen heute zum Einkaufen zum Alexanderplatz. Bei diesem schlechten Wetter mit Dauerregen kann man auch nichts Besseres tun. Reńćka braucht dringend Schuhe. Trotzdem man Malutka bereits ordentlich im Auge und auch in Schach halten muss, finden wir ein erstes Paar. Ich bin glücklich und stolz auf sie.
Bevor wir den Rückweg antreten, holen wir noch einige Dinge aus der Drogerie. Zoey bekommt ein Getränk. Als sie dieses ausgetrunken hat, schmeißt sie es auf den Boden. Reńćka gibt es ihr zurück. Das Schauspiel wiederholt sich. Nur dass die Verpackung dieses Mal im Müll landet, was wiederum unserer Tochter nicht passt. Dies äußert sich in lautstarkem Protest. Sie schreit und bockt.
Insgesamt eine Stunde brüllt sich das Kind heute die Seele aus dem Leib. Man möchte ihr vor lauter Verzweiflung einen Klaps geben oder sie anbrüllen, damit sie wenigstens einen Grund zum Brüllen hat. Zu Hause dann möchte sie nicht aus dem Auto, oben angekommen, möchte sie wieder nach unten. Und sie brüllt, obgleich die Power langsam nachlässt. Selbst ein Anruf bei Babcia bringt keine Linderung.
Erst als sie Reńćka in die Manduca steckt, wird es ruhiger. Gefühlt ein Jahr zu spät läuft Reńćka dann mit dem Kind in der Wohnung auf und ab. Dies hat sie als Baby nie gebraucht. In voller Montur geht es das um 13:30 Uhr ins Bett. Als ihr Reńćka die Strumpfhose auszieht, gibt es wieder Gemecker. Auch von der Mütze will sie sich nicht trennen. Also schläft sie die nächsten anderthalb Stunden mit Kopfbedeckung.
Gegen 15:00 Uhr wecken wir die Prinzessin auf, die wenig Begeisterung zeigt. Ich entschuldige mich bei ihr dafür, dass wir ihre Bedürfnisse nicht erkannt haben und mit ein wenig Ablenkung mit Alexas Tierlauten bessert sich die Stimmung minütlich. Dann hat das Kind einfach Hunger. Sie bekommt ihr Mittagessen und gleich noch den Obstschnack hinterher.
Im Anschluss telefonieren wir ausgiebig mit Babcia, bevor wir um vier zum Einkaufen hinüberlaufen. Gleich anschließend fahren wir weiter ins Eastgate, um nach weiteren Schuhen zu schauen. Als wir dort im ersten Schuhladen ankommen, zieht auch Zoey gleich ihre Stiefel aus. Sie möchte natürlich auch probieren. Da sie die Schuhe nicht wieder anziehen möchte, läuft sie nur mit Strumpfhose an durch die Gegend, bevor sie wieder in den Kinderwagen umzieht.
Als Vokabel ist heute „nie chce“ hinzugekommen. Leider nutzt sie dies auch schon sehr routiniert dafür, um halt zu sagen, was sie alles nicht will und das ist eine Menge.
Das Abendessen kommt heute von Burger King. Auch wenn wir keine weiteren Schuhe für Reńćka bekommen haben, war es ein schöner Ausflug. Nach dem Abendessen, inzwischen wurden zwei Windeln befüllt, geht es in die Badewanne.
Unsere Tochter ist nunmehr endlich wieder die alte. Wir schauen heute zum ersten Mal wieder bewusst die Tagesschau. Zojka spielt mit meinen alten Matchbox-Autos.
Um 20:15 Uhr beginnt die 17. Staffel von DSDS und Zoey zeigt durchaus Interesse an dem Format. Als eine Kandidatin „I will always love you“ verschandelt, ruft die Prinzessin „aufhören, nein, aufhören“. Sie hat das Gehör ihres Tatas. Während wir schauen, kommt die Info, dass sich der kleine Livian die nächste Platzwunde erarbeitet hat, als er von der Couch auf den Tisch geknallt ist. Ich hoffe, dass wir solche Nachrichten nicht auch mal verschicken müssen.
Zum Abschluss des Tages gibt es noch den Abendbrei und wir putzen die Zähne. Um 21:20 Uhr liegt der Schlafmuffel im Bett. Allerdings braucht sie fast eine Dreiviertelstunde, um einzuschlafen.