Die Nacht ist bescheiden. Die Mädels schlafen zwar gut, aber ich träume irgendwelchen Mist und bin morgens echt schlecht drauf. Zum Glück kommt Renia noch zum Kuscheln vorbei. Zehn nach sieben hole ich Zoey ins Schlafzimmer. Während ich dann doch recht verhalten begrüßt wurde, erfährt Renia die gesamte Zuneigung. Daher verschwinde ich erstmal im Bad. Nachdem ich Malutka noch ihren Kakao kredenzt habe, mache ich mich zu acht Uhr auf Arbeit. Irgendwie will es mir nicht gelingen, aktuell dort früher anzukommen.
Zoey malt heute Morgen, während Renia ein neues Schnittmuster umsetzt. Dann geht es zur Tagesmutter. Auf Arbeit wünschen sich immer mehr Menschen eine Maske. Zudem ist diese ab Montag verpflichtend in Berlin in allen Verkehrsmitteln zu tragen. Ein richtiger Schritt.
Wir treffen uns mittags zu Hause. Zoey hatte bei Jola keine Lust auf Mittagessen und so marschiert direkt für den Mittagsschlaf ins Bett. Nach dem Mittagsschlaf, aus welchem die Maus heute aufgeweckt werden muss, ist noch immer kein großer Hunger vorhanden. Malutka beschränkt sich auf Wasser und trockenes Brot. Etwas Paprika isst sie sich noch. Wir verabreden uns für 16:30 Uhr bei mir auf Arbeit und starten mit Fahrrad in Richtung Volkspark Friedrichshain.
Auf dem Weg dorthin bringen wir noch eine Retoure weg und gönnen uns ein Eis. Dort, wo man früher Volleyball-Felder mieten konnte, ist nunmehr nur noch eine große Sandfläche geblieben. Diese taugt aber bestens zum Buddeln, was wir bis um sechs auch machen. Dann geht es nach Hause und Renia bereitet das Mittagessen zu. Zoeys Fahrradsitz für mein Rad wurde heute geliefert. Es ist ein schickes Modell. Zoey findet auch sogleich Freude daran, allerdings ist er bereits jetzt zu klein.
Zum Abendbrot gibt es heute Nudeln mit Pesto und Käse. Das ist nach Zoeys Geschmack. Während die Mädels Fernsehen schauen, räume ich die Sommerreifen ins Auto. Zurück bei uns, räume ich die Küche auf und habe Gesellschaft unserer Tochter, welche mit einem Karton spielt. Es braucht gar kein hochtrabendes Spielzeug. Zoey ist auch so qualitativ beschäftigt.
Nach der Milch muss Renia wieder die Zähne putzen und die Maus umziehen. Dann wird es laut. Zoey will erst keine Creme für ihr lädiertes Knie, dann doch und so weiter. Sie brüllt und will sich nicht beruhigen. Also verlassen wir beide das Schlafzimmer und lassen sie kurz allein, bis sie nach Mama ruft. Der Wutanfall ist überstanden und wir können vorlesen.
Um 20:55 Uhr ist das Licht aus. Es regt sich noch einmal kurzer Protest, weil der Plüschbär fehlt, dann kehrt Ruhe ein.