Der nächste Tag der Leiden, im Volksmund auch Samstag genannt, steht an. Der Wecker klingelt um 07:40 Uhr, weil eigentlich gleich die Bauarbeiter kommen wollen. Zoey möchte noch Miffy im Bett hören und so gehe ich das Nachbarzimmer wecken, als um 08:30 Uhr immer noch niemand da ist. Ich bringe dann ein Paket weg, bewundere die inzwischen bei 1,55 Euro pro Liter angekommenen Diesel-Preise und versuche, dem Geldautomat 2500 Euro zu entlocken. Dieser will mir aufgrund irgendwelcher Limits nur 1000 Euro geben. Am nächsten Automat sind es dann nur noch 10 Euro. Dafür kann ich ein paar Sachen einkaufen.

Nach meiner Rückkehr sind die Bauarbeiter da. Es gibt für Frühstück. Renia läuft dann mit den Kindern zur Pauline. Auf den Weg stürzt Zojka und so soll ich dann noch ein Pflaster mitbringen. Für eine Stunde geht es dann mit dem Stemmhammer in den Ring. Um halb zwölf verabschieden sich die Bauarbeiter, obwohl sie eigentlich bis vier Uhr bleiben wollten. Und so hole ich meine Familie ab. Wir fahren nach Słubice und hinterlegen dort auf einem Konto Geld für die Bauarbeiten. Ein spannendes System.

Nach unserer Rückkehr gibt es Mittagessen. Da Mittagsruhe ist, werden Steine geschleppt. Um kurz vor drei geht Olek schlafen, so muss ich noch warten, bevor es mit dem Stemmhammer weitergeht. Zeit und Raum, um sich zu streiten. Menschen ändern sich nicht. Und so muss ich mir wieder anhören, wie unfähig ich doch bin und dass ich nichts zu Ende bringe. Die nächsten beiden Stunden gehen dann produktiv vorüber, obgleich es noch einen weiteren Samstag brauchen wird, bevor der Anbau endlich in Trümmern liegt. Das war motivierend.

Vor dem Abendessen fahre ich noch schnell mit Zoey einkaufen. Anschließend wird gegessen und die Abendroutine ruft. Um 20:15 Uhr sind die Kinder im Bett.

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