Um kurz vor vier Uhr zieht Zoey zu Renia. Irgendwann gibt es die üblichen Streitereien. Um halb sieben bekomme ich Olek nebst Flasche. Es hat ein wenig geschneit. Dann muss Renia los. Sie läuft nach Polen zum Friseur. Ein bisschen schlafen wir noch. Dann gehen die Jungs runter. Man weiß ja nie, wann die Handwerker kommen. In der Summe ist es kurz nach halb neun.
Ich brauche bis kurz vor neun Uhr, um Zoey wachzukriegen. Als Zoey dann unten ist, kann ich auch endlich Olek „rauslassen“. Vielleicht besorgen wir doch ein Laufgitter. Zoey bastelt eine Karte für Oma, die wir dann auch gleich anrufen. „Das muss man aufkleben, damit Oma weiß, was für eine liebe Zoey das ist.“ Dann wird inhaliert.
Nach dem Frühstück wollen wir eigentlich raus, bekommen aber von Renia den Anruf, dass sie fertig ist. Also holen wir sie ab. Halb Berlin ist heute in FFO und FSL, was natürlich viel zu viel für unsere schmale Infrastruktur hier ist. Ab morgen ist Polen aufgrund der Corona-Situation wieder Hochrisikogebiet und somit dürfen bestimmte Personen nur noch mit Quarantäne nach Rückkehr besuchen. Also müssen noch Zigaretten und Benzin geordert werden.
Als Renia dann bei Lidl einsammeln, hat es was von Paris, was sich dort auf dem Parkplatz abspielt. Kopf der Frau ist wieder neu. Farbe sieht gut aus, Schnitt für mein Empfinden zu lang. Und den Preis lassen wir mal außen vor. Da wir mit den paar Einkäufen nicht weit kommen, fahren gleich noch mal in Deutschland ran. Ich versuche dann, die Waschmaschine wieder in Gang zu bekommen. Nach dreimal Flusensieb-Reinigen scheint es zu klappen.
Dann mache ich mich mit Olek noch einmal auf den Weg zum SMC, während die Mädels anfangen, Plätzchen zu backen. Nach unserer Rückkehr gelingt es mir mit Zoeys Unterstützung, echte Nudeln zum Abendessen rauszuhandeln. Erst einmal muss ich aber Anerkennung für die Plätzchen, die gebacken wurden, aussprechen. Sie sind echt schick und lecker geworden. Zum Abendessen gibt es den vor einem Jahr als Abschiedsgeschenk erhaltenen Rotwein meiner lieben Kollegin Elke. Wir trinken auf sie und wir Mirco Nontschew, dessen Tod heute bekannt wurde. Der Wein und die Kaminwärme führen dazu, dass wir heute wohl beide vor den Kindern wegnicken.