Der Morgen beginnt um 07:40 Uhr im Schlafzimmer. Zoey ruft nach mir und ich folge ihrem Ruf. Die Nacht war durchwachsen. Heute ist bei mir auf Arbeit Personalversammlung und so kann ich in Ruhe arbeiten. Kurz nach acht verabschieden mich die beiden Frauen. Eigentlich habe ich alles mit, aber dennoch mein Frühstück vergessen, so dass die beiden Frauen so lieb sind und auf dem Weg zu Pani Jola noch einmal bei mir auf Arbeit vorbeischauen.
Der Rest des Tages verläuft ohne Auffälligkeiten. Reńćka ist genervt von unserem Nachbarn, welcher wieder mit seiner musikalischen Hördarbietung die Hausruhe stört. Die Prinzessin tut sich heute wieder beim Mittagsschlaf schwer.
Kurz nach drei wird sie von Reńćka abgeholt. Als die Beiden zu Hause sind, telefonieren wir kurz. Rysiek ist nicht mehr da. Gegen vier kommt die Information, dass Zoey Rysiek doch wiedergefunden hat. Der kleine Igel stolziert durchs Laub vor unserem Haus.
Daraufhin beende ich meine Aktivitäten auf Arbeit und düse zum Einkaufen. Bewaffnet mit einer Portion Katzenfutter sammele ich meine Frauen zu Hause ein. Rysiek ist auf dem Weg dorthin, wo wir ihn gestern abgesetzt haben. Er hat erst kein Interesse am Futter. Als wir uns aber ein paar Meter entfernen, beginnt er zu fressen. Es ist ein niedliches Schauspiel, welchem auch Zojka – bewaffnet mit der Taschenlampe – folgt. Wir werden morgen wieder nach ihm scheuen und laufen zurück zu uns.
Es ist Zeit fürs Abendessen. Zuvor ruft aber noch Babcia Hihi an. Es gibt heute die Reste von gestern und bewaffnet mit dem großen Löffel und dem Wasserglas wird alles aufgesessen. Bevor wir in den Fernsehabend starten, gibt es noch einen kurzen Technikcheck mit meinem Kollegen Jorge via Skype. Auch Malutka ist sehr interessiert an den Geschehnissen. In der nächsten halben Stunde widmet sie sich intensiv den Hausschuhen ihrer Mama. Dann gibt es den Abendbrei.
Kurz nach 20:00 Uhr schnappe ich mir Zojka. Wir verschwinden im Schlafzimmer, wo ich zunächst umziehe und anschließend mit ihr ein Buch anschaue. Schon bei der letzten Seite kommt ein forderndes „mehr, mehr“. Um 20:30 Uhr mache ich dann schließlich das Licht aus und muss sogleich die lautstarke Forderung nach Mama überstehen. Geduldig lege ich sie immer wieder hin und versuche ihr, Geschichten zu erzählen. Plötzlich ist dann Ruhe. Sie ist eingeschlafen, allerdings nur kurz, um anschließend mich lauter nach Reńćka zu rufen. Sie kommt um fünf vor neun zu uns übernimmt.
Eigentlich war der zweite Versuch nicht so schlecht. Vielleicht versuche ich es morgen gleich wieder.