Die Nacht ist wie üblich in einer fremden Umgebung. Es gibt keine richtige Verdunklung, die Matratze ist ungewohnt und so langsam weiß ich, warum alte Menschen nicht aus ihrem gewohnten Umfeld heraus wollen. Irgendwann – Renia klärt später auf, dass um eins war – rumst es. Malutka ist aus dem Bett gefallen, schläft aber irgendwie weiter. Renia packt sie daraufhin zwischen uns. Mein Gefühl, nicht zu schlafen, setzt sich fort. Renia hat irgendwann keinen Platz mehr im Bett und zieht gegen drei Uhr auf die Couch um. Und auch ich bekomme sukzessive alle Körperteile ins Gesicht.

Um halb acht erwacht die Prinzessin. Auch Renia kommt zu uns. Wir kuscheln noch ein wenig und stehen dann auf. Um neun Uhr gehen die Frauen für eine halbe Stunde auf den Spielplatz. Ich packe und schaue im Fernsehen Żużel. Dann gibt es Frühstück. Zoey spielt sich noch einmal durch Mathyldas Spielsachen, bevor wir um 11:00 Uhr noch für einen Spaziergang in Richtung Hafen und Schloss aufbrechen. Zojka ist nach zwei kurzen Nächten stehend ko. Aber sie hält durch.

Mittagessen gibt es heute bei Babcia im Restaurant, was wieder etwas Normalität zurückbringt. Dann holen wir unsere Sachen ab und starten um 13:45 Uhr heimwärts. Zoey schläft nach drei Minuten tief und fest ein. Nicht einmal der kurze Stau kann sie wecken. Nach anderthalb Stunden erreichen wir die Stadtgrenze zu Berlin. Dort ist ein Mohnblumenfeld, an welchem wir für Fotos anhalten.

Auf dem Weg zur Wohnung halten wir noch zum Autowaschen an. Zoey und ich teilen uns dort ein Wassereis. Kurz nach vier Uhr sind wir wieder daheim und räumen alles nach oben. Zum Glück sind heute nur 27 Grad. Um 17:00 Uhr brechen wir in Richtung Spielplatz auf. Renia bleibt daheim und breitet das Essen vor. Der Spielplatz ist heute leer und so kann sich eine bestens gelaunte Zoey mit ihrem Tata beschäftigen. Dann kommen doch noch andere Kinder. Das muss man dann natürlich zeigen, was man kann. Nach einer Stunde geht es zurück.

Es gibt Abendessen. Kohleintopf; ein leckeres Gericht, auch für Zojka. Anschließend spielen wir und telefonieren mit Babcia. Ich entführe das Kind um 19:45 Uhr vom Balkon, um sie in die Badewanne zu stecken. Dort schäumt sie wieder gewaltig vor sich hin. Zum Glück lässt sie heute die Augen aus. Der Rest läuft entspannt. Nach der Milch lesen die Frauen noch und um 20:50 Uhr wird das Licht gelöscht. Es kehrt zeitnah Ruhe ein.

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