Die Nacht verläuft unruhig. Zoey meckert oft, aber lässt sich auch immer wieder schnell beruhigen und so liegt sie sogar morgens, als ich aufwache, noch in ihrem Bett. Beide Frauen schlafen noch, aber es kommt schnell Bewegung in die Sache. Erst rumst es kurz, da Malutka vermutlich das Bettende mit dem Kopf erwischt hat, eine Minute später hechelt es und die Kleine steht im Bett möchte raus. Ich nehme sie heraus und lege sie zwischen uns. Sogleich beginnt die Suche nach Mamas Brust. An dieser labt sie sich ein wenig und strahlt mich dann an. Der Tag kann starten, bedeutet dies wohl und der erste Blick fällt auf Reńćkas Haarspange. Zoey kann sich stundenlang damit beschäftigen. Dann wird doch noch gekuschelt und wir starten in den Tag.
Da Zoey gestern beim Einkaufen ihre Mütze im Einkaufsladen verloren (oder eher unbemerkt rausgeworfen) hat, führt mein erst Weg zur Information. Und tatsächlich liegt dort die Mütze und ich kann sie mitnehmen. Dann ruft – bis mittags – Arbeit ganz laut nach mir.
Die Mädels sind draußen mit Kinderwagen unterwegs und nach ihrer Rückkehr verschwindet Zoey für eine kurze Spiel-Session bei unserer Nachbarin. Zum Glück findet sie dies überhaupt aufdringlich, sondern freut sich über den Besuch der kleinen Prinzessin.
Um 12:50 Uhr starte ich in Richtung zu Hause. Eine Kollegin hat mir zwei Tüten mit Babysachen mitgebracht und so laufe ich – wie ein Maultier gepackt – nach Hause. Dort sind Reńćka und Zoey gerade beim Mittagsessen. Ich übernehme die Fütterung und Reńćka stürzt sich auf die Anziehsachen. Zoeys erster Blick fällt – mit einem schelmischen Lächeln quittierend – auf mein Namensschild. Und so geht auch der erste Griff, als sie aus dem Stuhl nehme, an das Schild. Da es durch einen Magneten gehalten wird, lässt es sich prima abbauen. Es folgen eine neue Windel und die Vorbereitung auf den Mittagsschlaf.
Ich begebe mich zurück zur Arbeit, wo mir Reńćka scheibt, dass Zoey um 13:50 Uhr eingeschlafen ist. Genau genommen, sind beide Frauen eingeschlafen, so dass ich dann wohl heute Nacht wieder auf meine Wohnzimmer-Schlafgelegenheit umziehen muss.
Die Mädels holen mich bei nasskaltem Wetter von Arbeit ab, wir gehen einkaufen und drehen noch eine kurze Runde. Während des Einkaufs kann man erkennen, dass sich Zoeys rote Stelle im Auge deutlich gebessert hat.
Gegen 18:00 Uhr sind wir daheim. Es gibt zeitnah Essen und auch die Prinzessin bekommt eine Butterstulle. Von dieser landet allerdings nur wenig im Bauch. Vielmehr muss man im Anschluss den Staubsauger herausholen, was sehr zur Freude des krümelnden Monsters ist. Sie freut sich diebisch, als ich im Wohnzimmer ankomme und tapst ihm bei jeder Bewegung hinterher. Lässig steht sie mit wehendem Haar über der Abluft. Dann werden die restlichen Sachen anprobiert und unsere Tochter kommt ganz nach Papa, denn überm Bauch spannt es vereinzelt schon ein wenig.
Dann passiert es. Zoey entleert sich völlig und in einer Menge, der die Windel nicht standhält. So erlebt sie heute ihre erste Dusche, da es nicht mehr möglich ist, sie auf der Wickelkommode umzuziehen. In dieser kurzzeitigen, angespannten Situation wäre es schön gewesen, wenn Alexa zwecks Lichtsteuerung funktioniert hätte. Leider war ein – hier nicht namentlich erwähntes – Baby zuvor in der Technik-Ecke Zugange und hat den Stecker herausgezogen. Im Anschluss an die Dusche macht Reńćka Zoey für die Nacht fertig und ich schrubbe ihre Sachen. Dann gibt es den Abendbrei und das Telefonat mit Oma Hihi. Sie hat ihren Eingriff gut überstanden und sieht schon wieder relativ munter aus.
Kurz vor neun liegt die kleine Maus dann im Bett bei Mama an der Brust. Eine halbe Stunde später zieht sie ins eigene Bett um und schläft.