Die Nacht verläuft wie üblich. Zoey ist regelmäßig wach, lässt Reńćka aber schnell immer wieder einschlafen. Um kurz nach acht ist die Nacht dann aber endgültig zu Ende. Ich kämpfe mich nach drüben ins Schlafzimmer und wir haben endlich ein wenig Zeit zum Kuscheln.
Die Prinzessin ist entspannt drauf. Eigentlich wollte Reńćka tatsächlich einmal ihren Schrank aufräumen, allerdings ohne den chaotischen Input unserer Tochter, die an diesem Morgen den Inhalt diverser Behälter auf dem Boden verteilt und intensiv prüft. Ich kümmere mich in der Zeit ums Frühstück und komme zu der Erkenntnis, 75 Gramm Schinken für fünf mittelgroße Eier sind kein gelungenes Verhältnis darstellen.
Zoey gelingt es inzwischen immer häufiger, nur an einer Hand geführt zu werden.
Wir trödeln heute, aber irgendwie ist ein wenig die Luft raus und zwei Stunden nach dem Aufwachen, sind sowohl Reńćka als auch ich wieder müde. Aber wir raffen uns auf und verlassen gegen 12:00 Uhr das Haus. Für mich geht es heute erstmalig zu einem türkischen Friseur, da ja meine Lieblingsfriseurin weiterhin nicht verfügbar ist. Die Mädels drehen eine Runde mit dem Kinderwagen und ich warte. Als ich dran bin, sind auch Reńćka und Zoey zurück. Der eine Friseur ist gleich begeistert von Zoey, da auch er eine kleine Tochter hat. Ich sehe dann wieder ein wenig besser aus und wir düsen weiter zu Oma.
Der Weg dorthin ist gesäumt von Baustellen, die den Verkehr behindern. Ich bin froh, dass ich das nicht mehr täglich erdulden muss. Oma freut sich sehr über unsere Überraschung und Zoey irgendwann auch über ihre Oma.
Kurz nach zwei brechen wir in Richtung Tanja auf. Sie hat heute Geburtstag. Zwar steht keine Feier an, aber wir schauen trotzdem einmal vorbei. Und wir sind nicht alleine. Auch Anja aus Dresden nebst Partner ist zu Besuch und später kommt noch Tanjas Freund. Zoey turnt entspannt durch die Menge der Gäste. Es gibt so viel in der Wohnung anzuschauen und zu erkunden. Zudem warten einige Leckereien auf sie. Im Laufe des Nachmittags landen, ein wenig Kuchen, Erdbeeren, Honigmelone und Heidelbeeren in ihrem Bauch. Wir stoßen mit süßlichem Sekt auf das Geburtstagskind an. Bei Reńćka und mir zeigt das Getränk sofortige Wirkung und so verlassen wir alsbald – ein wenig beschwipst – die Runde.
Wir sind um 16:30 Uhr zurück bei Oma Hihi. Zoey drohte bereits während der Fahrt einzuschlafen, weshalb wir die Entscheidung treffen, dass sie noch eine Dreiviertelstunde Mittagsschlaf bekommen soll. Also gibt es eine frische Windel und die Mädels ziehen ins Bett um. Zehn Minuten später kommt die Nachricht, dass sie spielt. Es hat nicht geklappt. Aber gut, so muss sie nun durchhalten und wir auch. Ich schneide noch die Videoclips von Micha zusammen.
Wir starten kurz nach 18:30 Uhr von Oma Hihi in Richtung zu Hause. Zoey fallen bereits nach wenigen Metern Fahrt die Augen zu. Wir lassen sie bis zum Stopp fürs Einkaufen gewähren. Im Supermarkt treffen wir meine Kollegin, die gerade in Elternzeit ist. Ihre Tochter ist ein halbes Jahr jünger als unsere Zoey und wartet mit ihrer Nachbarin draußen im Auto. Die restliche Strecke über bleibt die Maus dann aber wach.
Oben folgt noch die Anprobe der gelieferten Strickjacken und dann gibt es den Abendbrei. Malutka ist um Viertel vor neun im Bett und tut sich aufgrund der heutigen Eindrücke sehr schwer mit dem Einschlafen.
Es wird gemeckert und geweint, bis irgendwann – ganz plötzlich – Ruhe ist.