Während die Mädels noch schlafen, schleiche ich mich unbemerkt aus der Wohnung. Nachdem der eigentliche Käufer meiner Eintrittskarte nun auf einmal doch verhindert ist, ergibt sich ganz kurzfristig via eBay-Kleinanzeige eine alternative Möglichkeit, für die jedoch Eile geboten ist, da der Käufer gleich vorbeikommt. So bleibt mein Platz heute im Magdeburger Stadion doch nicht unbesetzt.

Bei meiner Rückkehr sind beide dann wach und es wird zunächst gekuschelt und gespielt was das Zeug hält. Trotz unruhiger Nacht ist die Stimmung gut. Gegen kurz nach 11 Uhr mache ich mich mit Zoey auf den Weg. Die Route lege ich immer recht spontan fest, obgleich es mir wichtig ist, die Umgebung unserer Wohnung zu erkunden. Der Weg heute führt uns vorbei am Blankensteinpark über den Stadtpark Lichtenberg zum Ring-Center. Ich staune doch immer wieder, wie grün unsere Stadt ist und frage mich, wo eigentlich all die vielen Menschen sind, die in dieser Stadt leben. Um den S-Bahnhof Frankfurter Allee herum wird es dann auch tatsächlich ein wenig lebhafter, aber dieser Eindruck verflüchtigt sich bereits nach wenigen Metern wieder. Auf dem Rückweg passiert plötzlich eine komische Sache. Nachdem wir Zoey über acht Monate hinweg ohne Erfolg einen Schnuller angeboten haben, fängt sie heute auf einmal an, daran zu nuckeln. Immerhin dreißig Minuten dauert dieses Schauspiel an, welches ich doch einigermaßen baff verfolge.

Nach der Rückkehr zu Hause gibt es zum Mittag den Abendbrei, um dann abends das Mittag anzubieten. Diese Vorgehensweise soll nunmehr das eventuell gestern entstandene Unbehagen gegen den Abendbrei umgehen, was auch gut funktioniert, da die Prinzessin durchaus hungrig agiert. Der Mittagsschlaf verläuft heute ebenfalls entspannter, so dass die Mädels über zwei Stunden die Akkus aufladen können.

Die Abendrunde mit dem Kinderwagen ist dann wiederum eine sehr feuchte Veranstaltung, aber gut ausgerüstet sind wir noch einmal gut 1 ½ Stunden unterwegs; eine halbe Stunde sogar zu dritt, da wir unsere Lernende von den Büchern loseisen können. Kurz bevor wir wieder zu Hause sind, lässt es sich Zoey nicht nehmen mit ihrem Papa um die Wette zu quietschen, zu lachen und zu glucksen. Dies sind die Momente, in welchen ich weiß, welches Glück meinem Leben bislang fehlte.

Nach dem Abendessen für die Eltern geht es für die Kleine in die Badewanne. Auch hier ist sie beinahe wieder ganz die alte, planscht, spielt mit dem Schaum, malträtiert die Spielzeug-Entchen und meckert als wir sie aus dem Wasser holen. Zum Abendbrot gibt es dann Kartoffeln, Gemüse und Hähnchen, um dann auf dem direkten Weg in den Schlaf einzutauchen.

Ich kann heute mit einem deutlich besseren Gefühl ins Bett gehen. Der Stuhlgang normalisiert sich allmählich und auch die Rötungen am Po lassen nach.

sonstige Informationen:

  • sechs bis acht Grad Celsius & häufige Regenschauer
  • Schlafzeit im Kinderwagen: 30 Minuten (vormittags) & 33 Minuten (nachmittags)
  • Mittagsschlaf: 140 Minuten
  • eingeschlafen: 20:37 Uhr
im Stadtpark Lichtenberg
Herbstreflexionen
auf dem Weg ins Bett

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