Die Nacht ist ruhig. Zoey verbringt diese fast vollständig ihrem Bett. Wenn es jetzt immer so bliebe, wäre der Anfang gemeistert. Um 08:30 Uhr gehe ich rüber. Reńćka und Zoey sind schon wach. Die Kleine schaut immer so begeistert, wenn man morgens die Jalousie hochzieht und von draußen die Sonne hereinscheint. Dann wird gekuschelt und das Outfit für den Tag übergestreift. Anschließend folgt der Morgenbrei.

Während wir frühstücken, bekommt Malutka Banane und Kiwi. Teile landen im Mund; der größte Teil wird allerdings in der näheren Umgebung verteilt. Aber Zoey hat Spaß und ein paar Vitamine gelangen auch in den Körper. Immerhin sind ja grüne Sachen besonders gesund. Als wir dann in Richtung Babyschwimmen starten wollen, sind wir gut in der Zeit. Dann kommt jedoch Zoeys Windelbedürfnis dazwischen. Punkt 10:15 Uhr verlassen wir das Haus. Um 10:31 Uhr sind Zoey und ich im Wasser. Ganz unauffällig, damit niemand unsere Verspätung bemerkt. Nach der Aufwärmrunde wird getaucht. Eigentlich würde die Prinzessin gerne noch einmal, aber man soll es ja nicht übertreiben. Das Motto des Tages lautet heute „Hausputz“. Am Beckenrand sind allerhand Utensilien hinterlegt. Es gibt Wäscheklammern, Waschlappen, Staubwedel und vieles mehr. Beherrschendes Thema ist auch heute die Kinderbetreuung. Ich halte mich raus und spiele lieber mit Zoey. So früh am Morgen möchte ich noch keine schlechte Laune haben. Dann ist auch schon wieder Schluss. Als ich mich umziehe, bin ich echt traurig. Es ist mein letztes Babyschwimmen. Nächste Woche um diese Zeit hocke ich wieder an meinem Schreibtisch. Ich grübele, warum eigentlich die Väter so vom Aufwachsen der Kinder ausgegrenzt werden.

Als Reńćka die Prinzessin danach in den Kindersitz setzt, bekomme ich noch ein liebevolles Lächeln meiner Tochter. Kurz danach schläft sie ein. Auch beim Hochlaufen schläft sie weiter. Also lassen wir sie noch ein paar Minuten schlummern, bevor sie in die Badewanne kommt. Entsprechend meckrig ist Madame dann auch. Auch ist sie nicht damit einverstanden, dass die nach so kurzer Zeit wieder aus der Wanne heraus soll. Kurz vor zwei ist sie dann nicht mehr länger genießbar. Reńćka läutet die Mittagsschlaf-Zeit ein. Als ich von meinem Termin zurückkomme, schlafen die beiden Mädels noch. Reńćka kommt dann aber zeitnah herausgetappst und ich weise darauf hin, dass mein Magen komische Geräusche macht. In mir kommen Gedanken an den letzten Magen-Darm-Infekt hoch. Laut Reńćka bilde ich mir alles nur ein. Ich hoffe einfach nur, dass Zoey verschont bleibt.

Um 16:30 Uhr wird die Prinzessin aufgeweckt und darf nach der Anprobe ihrer neuen Kleidungsstücke unseren nächsten Streitigkeiten beiwohnen. Daher findet die Abendrunde, die um 17:20 Uhr beginnt, ohne mich statt. Ich laufe meine eigene Runde und räume im Anschluss noch etwas im Keller auf. Als ich dann hochkomme, hat die Prinzessin ihr gesamtes Spielzeug verteilt, ist aber auch daran interessiert, dass ich in ihrem Zimmer CDs in eine Kiste packe, um diese später im Keller zu verstauen. Stellenweise hilft sie sogar mit und reicht mir Dinge aus dem Regal, was ich toll finde.

Irgendwann fällt dann aber die Entscheidung, dass sie weiterspielen möchte und so beschäftigt sie sich die nächsten 20 Minuten mit einem Gliedermaßstab. Um 20:30 Uhr gibt es den Abendbrei. Im Anschluss vernehme ich auch aus ihrem Bauch ein grummelndes Geräusch. Um 20:45 Uhr liegt der Schlafmuffel im Bett. Ich mache mir zunächst zwei Butter-Stullen mit Salz und lausche dann, ob Zoey einschläft. Gegen neun gibt es noch einmal kurzes Gemecker und dann aber Ruhe für die nächste Viertelstunde. Endgültig schläft die kleine Maus erst kurz vor zehn ein. Immer wieder stellt sie sich bis dahin im Bett hin und schimpft.

Unsere Thematik eskaliert dann auch noch. In guten wie in schlechten Zeiten…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.