Heute müssen wir alle früh aufstehen, da an diesem Mittwoch, die nächste Untersuchung für unser Baby ansteht. Zoey schläft gut in dieser Nacht, vermutlich spürt sie schon unterbewusst die kommenden Strapazen auf sich zukommen.
Wir kommen pünktlich beim Arzt an, müssen aber noch eine halbe Stunde warten. Während der Wartezeit wird die Prinzessin gewogen und vermessen. Stand heute sind wir bei 76 Zentimetern, 9,6 Kilogramm bei einem Kopfumfang von 45 Zentimetern; Werte, die absolut im Normbereich liegen, wie uns der Kinderarzt versichert. Darüber hinaus ist er mit ihrer Entwicklung sehr zufrieden. Die Fontanelle ist fast geschlossen, ihr Krabbeln und das sich Hochziehen sind altersgemäß. Auch er kann nicht übersehen, dass die Prinzessin ein sehr lebendiges und freches Geschöpf ist. Seine Mutmaßung geht sogar in die Richtung, dass die Prinzessin eine Kandidatin dafür ist, sich selbst die Haare abzuschneiden. Aha. Nach dem angenehmen Teil verabschiedet sich der Doc und überlässt den Schwestern da Impf-Feld. Heute gibt es den Cocktail gegen Röteln, Masern und Mums. Die Nachwehen sind dann erst in einer Woche zu erwarten. Zoey ist wirklich tapfer und weint nur ganz kurz. Ich habe vorsichtshalber nicht hingeschaut und bin so einigermaßen cool.
Auf dem Rückweg überkommt die kleine Maus dann wieder die Müdigkeit, sie bleibt aber wach. Aufgrund der Impfung lassen wir heute das Babyschwimmen ausfallen.
Die Mädels frühstücken und begeben sich auf die Morgenrunde, im Rahmen derer Zoey nach zwei Minuten einschlummert. Ich bin zu dieser Zeit bereits wieder auf Arbeit. Allerdings schaffe ich es heute, mittags nach Hause zu kommen und kann so unser Baby füttern und wickeln. Kurz darauf erfolgt bereits wieder die Wachablösung, da Magda aus Szczecin bei uns vorbeischaut.
Zoey muss aber erst einmal ins Bett und ich wieder zur Arbeit zurück. Dort rast wie nachmittags so üblich die Zeit und nachdem die Mädels Magda zum Bus gebracht haben, treffen wir uns kurz nach halb sechs zum Einkaufen. Eigentlich soll es nur Toilettenpapier sein, aber das eine oder andere Angebot landet doch im Wagen.
Zu Hause dann kümmert sich Reńćka ums Abendessen und ich habe endlich einmal Zeit, um Zoeys Nähe zu genießen. Wir spielen etwas und ich bin über ihre Fähigkeiten zur Verknüpfung und ihre Feinmotorik begeistert. Ganz bewusst initiiert sie bestimmte Situationen im Spiel. Zu unserem Abendessen gibt es für sie Kartoffeln und ein bisschen Panade.
Kurz vor sieben verabschiede ich mich in Richtung Physiotherapie. Mit Alexia ist es wie immer lustig, aber auch sie verzweifelt langsam an meiner gesundheitlichen Problematik. Auf dem Heimweg telefoniere ich kurz mit PanM. Seinem Sohn geht’s besser und es besteht die berechtigte Hoffnung besteht, dass der kleine Mann morgen aus dem Krankenhaus kann. Die Mädels schauen derweil Fernsehen.
Bei Zoey kippt die Stimmung allerdings allmählich, da Hunger und Müdigkeit die Oberhand gewinnen. Ich füttere sie und dann rufen wir Oma Hihi an. Sie begleitet auch das Umziehen im Schlafzimmer. Kurz nach neun liegt der Schlafmuffel an der Brust und tut sich aber heute schwer mit dem Einschlafen.