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Um kurz vor acht ist die Nacht vorüber. Dann werde ich heimgesucht und wir verständigen uns darauf, dass Zoey ein wenig mit mir Mascha gucken darf, da Reńćka noch was zu erledigen hat. Zoey ist erstaunlich gut drauf. Die Nacht war, gemessen an den letzten Nächten mehr als ruhig und so gab es sogar längere Schlafphasen. Zudem scheint sich der Schleim zu lösen, eigenartigerweise über die Nebenhöhlen. Während wir Mascha schauen, putze ich ihr ständig ihr die Nase. Heute isst sie sogar schon wieder Brei.

Während Reńćka duscht, habe ich damit zu kämpfen, Zoey vom Öffnen der Geschenke abzuhalten. Mir ist es nicht so wichtig, weil mein Herzenswunsch, dass es ihr besser geht, anscheinend bereits erfüllt wurde. Sie ist wirklich lebhafter und hat schon wieder nur Quatsch im Kopf. Ich bin so dankbar und glücklich. Unser 83,4 Zentimeter großes Kind (gemessen gestern beim Kinderarzt) hat das Fieber besiegt.

Wir machen uns kurz nach 11:00 Uhr auf den Weg nach Varel. In der Nähe des Krankenhauses finden wir einen Bäcker, bei dem man frühstücken kann. Eine Spielecke gibt es auch. Wir kommen mit einer anderen Mutter ins Gespräch, deren Sohn auch gerade vom Kinderarzt kommt und einen selben Krankheitsverlauf aufzeigte. Zoey nutzt die Zeit zum Malen. Anschließend kauft Reńćka ein paar Stoffe und wir fahren zum Fabriksverkauf von Bahlsen. Der Kofferraum ist danach reichlich gefüllt.

Auf der Heimfahrt hat Zoey dann bereits zu kämpfen. Die Sonne scheint ihr ins Gesicht und so ist einfach angenehmer, die Augen zuzulassen. Wir sind um 13:15 Uhr wieder daheim. Malutka bekommt ihren Hustensaft, eine frische Windel und marschiert direkt in Richtung Bett weiter. Allerdings hat sie zunächst noch eine Menge zu erzählen. Bis 15:00 Uhr schläft sie.

Beim anschließenden Telefonat mit. Babcia stellen wir fest, dass sie wieder etwas Fieber bekommen hat. Der Fiebersaft verschafft ihr auch heute Linderung. Wir starten dann in Richtung Tossens. Ich möchte mir einmal einen Center Park anschauen. Das Konzept ist interessant und scheint auch gut nachgefragt zu werden. Wir laufen zur Küste weiter. Dort wartet auf uns – nach der beschwerlichen Überquerung des Deichs – ein Spielplatz, welcher jedoch zum größten Teil nicht nutzbar ist, weil der Boden unter Wasser steht. Die frische Meeresluft kann uns aber keiner nehmen.

Auf der Rücktour gibt es noch frische Brötchen. Zoey schafft ein ganzes Brötchen alleine; es geht aufwärts. Malutka ist nach unserer Rückkehr überhaupt nicht begeistert davon, dass ich noch einmal los will. Sie versucht mir die Mütze vom Kopf zu reißen, damit ich nicht fahren kann. Das ist so ein Moment, wo man sich am liebsten wieder ausziehen möchte. Da die Karte aber für das Pokal-Spiel zwischen Bremen und Dortmund jedoch 80 Euro gekostet hat, fahre ich dennoch los.

Reńćka bereitet derweil das Abendessen zu. Es gibt Tortellini und auch Zoey isst diese. Den Weingenuss ihrer Mama verhindert Zoey heute, indem sie die Flasche umwirft. Als ich dann um halb eins zurück bin, erklärt mir Reńćka, dass sie noch lange Diskussionen mit Zojka bezüglich meiner Abwesenheit hatte. Eigentlich möchte auch Malutka auf meine Rückkehr warten, schläft dann aber „schon“ um 21:45 Uhr ein.

… der Tag danach

Renia muss Zoey um 08:15 Uhr wecken. Zwar will sie dann zu mir, aber mich wecken möchte sie mich auch noch nicht; ein gutes Kind. Um 08:30 Uhr endet dann auch meine Nacht.

Für Zojka steht als erstes ein Bad in der Duschwanne an. Dies muss Reńćka übernehmen, da für mich der Einstieg zu schmal ist. Ein gutes Gefühl kommt bei Zoey aber auch nicht auf, da es halt nicht im gewohnten Umfeld stattfindet. Nachdem die Körperpflege durch ist, gibt es den morgendlichen Brei und die Maus isst sogar auf. Auch ansonsten ist sie wieder besser drauf. So entscheiden wir uns doch noch für einen kurzen Ausflug.

Wir fahren zur Seefelder Mühle. Der Aufenthalt dort gestaltet sich sehr kurz, weil dort im Winter mittwochs geschlossen ist. Also fahren wir weiter zu unserem Deich. Zojka ist ein paar Meter mit ihrem Puppenwagen unterwegs. Allerdings ist ihr das Areal dort nach wie vor nicht ganz geheuer.

Als wir gegen halb eins zurück sind, bekommt ihr Mittagessen. Zwar hat sie ein paar Starallüren, aber dann geht fast alles weg. Um fünf nach eins geht es für den Mittagsschlaf ins Bett. Dann beginnt das zuletzt fehlende Gebrülle und Gekreische. Ich hatte es schon fast vermisst. Irgendwann ziehe ich sie an und erkläre den Mittagsschlaf für beendet.

Zoey muss getröstet werden, was schwer ist, da sie sich einfach nicht beruhigen möchte. Fünf vor zwei wiederum ist es dann vollbracht. Zoey liegt bei Reńćka auf der Couch, nörgelt noch und schlummert ein. Wir legen sie ins Schlafzimmer und nutzen ebenfalls die Stunde Ruhe.

Um 15:15 Uhr wecke ich die Prinzessin auf. Sie braucht einen kleinen Moment, um wach zu werden. Dann stehen wir auf. Sie bekommt ihren Fruchtquetsch und wir sinnieren, was es heute zum Abendessen gibt. Die Entscheidung fällt auf einkaufen fahren und selbst kochen. Es gibt Hähnchen-Curry. Wir sind kurz vor sechs zurück. Reńćka kocht und ich versuche, ein letztes Mal den Kamin anzuzünden, was einfach nicht gelingen will.

Malutka isst endlich wieder vernünftig. Nach dem Telefonat mit Babcia schauen wir Fernsehen. Zoey malt derweil und bemalt auch irgendwann mein Gesicht. Nachdem Reńćkas Serien durch sind, wollen wir noch einen Spaziergang machen. Leider traut sich Zoey nicht aus dem Haus und weint bitterlich, dass sie nach draußen soll. Sie dachte, dass wir mit Auto fahren und so ist das Missverständnis komplett. Zum Glück beruhigt sie sich schnell wieder.

Dann gibt es noch ein paar Löffel Brei, wir putzen die Zähne und machen Malutka bettfertig. Um 21:00 Uhr geht es für den Schlafmuffel ins Bett. Sie erzählt noch zwanzig Minuten, schläft dann aber ohne Gebrüll ein.

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