Ab fünf Uhr bin ich wach und schleppe mich noch ein wenig im Bett hin und her. Um 05:50 Uhr schnappe ich mir den Rechner und beginne mit dem mobilen Arbeiten. Mein Geschäftsführer war so gnädig, mir diese Möglichkeit für heute einzuräumen. So kann ich mich um Zoey Nachholtermin für die U7 kümmern. Da wir davon ausgehen, dass geimpft wird, ist mit einer anhänglichen Zoey zu rechnen. Und somit wollen wir ihr heute den Tag so schön wie möglich machen. Renia ist kurz nach halb sieben bei mir. Zoey schläft noch eine gute halbe Stunde länger. Nach dem Frühstück bereiten wir alles vor uns um halb neun starten Zoey und ich zum Kinderarzt.
Als Zoey das Wartezimmer betritt, ist die Enttäuschung groß. Das gesamte Spielzeug ist weggeräumt. Zum Glück müssen wir nicht lange warten. Erst wird gemessen und gewogen. Bei 89 Zentimetern bringt Malutka 12,5 kg auf die Waage. Auch die nachfolgende Untersuchung ergibt, dass Zoey absolut im Soll ist. Sie baut das geforderte Türmchen und räumt anschließend auch die Steine wieder weg. Eine halbe Stunde später sind wir wieder draußen und machen uns auf den Weg zu Babcia. Dies ist immer eine kritische Zeit, um mit Zoey Auto zu fahren. Sie schläft beinahe ein.
Babcia ist noch nicht vom Einkaufen zurück. Wir wollen ihr entgegen laufen, verpassen sie aber. Dann ist sie endlich da. Zoey freut sich riesig. Sie will sofort nach draußen in den Garten. Ich versuche mich an der nächsten Runde mobiles Arbeiten. Kurz nach zwölf gibt es Mittag. Zoey isst gut. Gegen eins gehen wir hoch zum Mittagsschlaf. Babcia konstatiert, dass sie diese Belastung – körperlich – nicht mehr gewohnt ist. Ich schlafe dann beim Mittagsschlaf wohl vor Zoey ein. Zumindest höre ich sie im Unterbewusstsein noch singen. Dies verstummt aber schnell. Dann ist Ruhe und ich gehe wieder arbeiten.
Um halb drei beende ich Zoeys Mittagsschlaf. Sie ist gut gelaunt. Anschließend widmet sie sich dem Portfolio an Spielmöglichkeiten, die Babcias Haus bietet. So wird gemalt, geknetet und es werden Glasperlen sortiert. Dann möchte sie wieder in den Garten. Das Bassin mit Wasser wartet bereits auf sie. Und dort wird geplantscht. Immer wieder rein und raus, bis sie beinahe übermütig wird. Die Sonne scheint und so läuft sie eigentlich nur nackig durch den Garten. Um 17:20 Uhr machen wir uns auf den Heimweg. Malutka bekommt die letzten Erdbeeren der Nachbarin und freut sich ihres Lebens.
Zu Hause dann wartet Renia bereits auf uns. Wir haben inklusive Stau und kurzem Einkauf dann doch eine Stunde nach Hause gebraucht. Nach dem Abendessen kommen wir der Forderung nach einer Folge „Möwen-Kinder“ nach. Als der Vorspann läuft, wirfst sich Zoey vor lauter Begeisterung an meine Seite. Das ist eine schöne Belohnung für den anstrengenden Tag.
Dann geht es in die Badewanne und nach der Milch ins Bett. Wir sind etwas zu spät dran und somit ist Malutka schon ungenießbar. Gegen neun Uhr kehrt dann endlich Ruhe ein.