Neue Woche, neues Glück sollte man erwarten, aber diese Woche wird ein Einschnitt. Um 05:30 Uhr bin ich wach, um festzustellen, dass ich noch eine Stunde schlafen wollte. Ich mache mich erst um 07:45 Uhr auf den Weg. Eine Stunde und zwanzig Minuten später bin ich am Arbeitsplatz. Zoey konnte ich nur knutschen, aber richtig nahe sind wir uns nicht. Wir telefonieren auf der Fahrt.

Renia setzt heute den ersten Tag konsequent die „Keine-Windel-Strategie um, was zu einiger Wechselwäsche führt. Vielleicht verinnerlicht Zojka das System bald. Zeit wird es. Zwei Tage noch bis zum Lockdown, dann wird auch die Grenze nach Polen wieder dicht gemacht. Da auch die Baumärkte wieder schließen, müssen wir klug alles ordern, um voran zu kommen. Also geht es für mich nach einem kurzen Tag auf Arbeit, zweimal in den Baumarkt. Zudem fahre ich den ganzen Müll zur Deponie.

Kurz nach sechs mache ich mich auf den Heimweg. Nach einem Zwischenstopp bei Ikea, wo ich noch einen Fuß für den Badschrank kaufe, bin ich um 20:00 Uhr daheim. Zoey will nichts von mir wissen, was mir Tränen in die Augen treibt. Auch sonst fremdelt sie immens. Als sie mir dann kurz nach neun noch das Gute-Nacht-Küsschen verweigert, wird es auch Renia zu viel. Ich lege mich dann zu ihr und bekomme doch noch ein wenig Nähe. Es sind emotional harte Zeiten für alle.

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