Zoey ist heute 10 Monate alt geworden!
Zur Feier des Tages beschenkt sie sich mit einem langen Nachtschlaf. Bis 05:30 Uhr schläft sie in ihrem eigenen Bett. Erst dann folgt der Umzug in Mamas Bett, wo sie noch einmal bis 07:30 Uhr weiterschläft. Reńćkas Nacht ist trotzdem nicht viel entspannter, da sie weiterhin regelmäßig nach Zoey schaut. Zudem rammelt die Kleine aufgrund ihres Propeller-Schlafes immer wieder mit dem Kopf gegen die obere Bettbegrenzung. Also besteht meine erste Aufgabe darin, eine weiche Bettumrandung zu ordern, um das Baby vor möglichen Spätfolgen zu schützen. Im Anschluss daran bereite ich die Retouren vor.


Auch nach all den Monaten, die Zoey inzwischen dieses Geräusch kennt, bereitet es ihr noch Unbehagen, wenn man das Klebeband abrollt. Zwar weint sie nicht mehr sofort los, aber man sieht die Angst in ihrem Gesicht. Nebenbei kaut Malutka auf einer Fernbedienung herum. Ich habe zum Schutze der anderen Steuerungen ein Exemplar geopfert und wenn ich mir anschaue, welche Kau- und Bissspuren inzwischen zu erkennen sind, kann ich mir zu dieser Entscheidung nur gratulieren.
Der Vorteil an der aktuellen Eiszeit ist, dass bisherige Zeitfresser eliminiert werden. Man muss sich nur noch ums Baby und sich selbst kümmern, was wiederum schneller geht und so stehen der Kinderwagen (mit der Prinzessin) und ich um 10:15 Uhr auf der Straße. Da der Tag für Zoey an dieser Stelle schon wieder knappe drei Stunden alt ist, schläft sie auch innerhalb weniger Meter ein.
Wir machen uns auf den Weg in den Volkspark und zum Klinikum Friedrichshain. Hier haben am 08.04.2018 das wohl größte Abenteuer und die zugleich spannendste Herausforderung meines Lebens begonnen. Und diesen Ort gilt es zu ehren. Kurz nach zwölf sind wir wieder zu Hause und begegnen noch Zoeys Mama, welche auf dem Weg zum Einkaufen ist. Bei gutem Tageslicht beginnen wir heute wesentlich früher mit der Fotosession anlässlich des Monatsjubiläums. Wesentlich entspannter ist es dennoch nicht, weil das Stillsitzen von Minute zu Minute schwerer fällt.

Reńćka hat sich Tortellini gekocht und die Kleine muss natürlich auch davon kosten. Teile schaffen es sogar in den Mund. Die Konsistenz verlockt aber mehr dazu, damit herum zu spielen und sie zu zerquetschen. Zum Mittag gibt es für die Prinzessin einen Mix aus Kartoffel- und Tomatensuppe. Gegen 13:45 Uhr führt der Weg der Kleinen zum Mittagsschlaf ins Bett. Nur knappe 10 Minuten später ist sie eingeschlafen. Nach etwas mehr als zwei Stunden wacht sie wieder auf, scheint aber ausgeschlafen zu sein.
Danach folgt noch eine eskalierende Aussprache zwischen Reńćka und mir, welche leider auch keine Lösung unserer Differenzen mit sich bringt. Nach dem Gespräch begeben wir uns auf die Abendrunde. Es ist inzwischen 17:30 Uhr und so mild geworden, dass man den Frühling bald riechen kann. Als wir zurück sind, zeigt uns Zoey, dass sie gut zugeschaut hat, wie man die Waschmaschine öffnet. Nun werde ich mir diesbezüglich auch noch eine Sicherung einfallen lassen müssen.
Der Abend ist bei der Prinzessin wieder von Müdigkeit und Hunger geprägt. Nach dem Brei verputzt sie noch eine Maisstange und wirft hungrige Blicke auf meinen Grießpudding. Als sie im Anschluss noch ein paar Momente in der Nähe des offenen Geschirrspülers verbringen kann, ist die Glückseligkeit komplett.
Um 20:30 Uhr ist Madame im Bett und labt sich an der Brust. Auch heute wird sie im Anschluss an die Milchmahlzeit umgebettet. Die erfolgt eine Viertelstunde später. Der Schlafmuffel ist da bereits eingeschlafen, erwacht aber nochmals, um dann noch ausgiebig zu erzählen. Dies zieht sich die nächsten 45 Minuten, aber dann schläft sie ein. Hoffentlich schläft sie so gut wie in der letzten Nacht.
Und vielleicht gelingt es dem Nachbarn unter uns auch nur einmal, seine Wohnzimmertür leise zu schließen oder den Stuhl beim Verrücken anzuheben. Ich will nicht vermessen sein…