Reńćka schreibt mir morgens, dass Zoey bei der Ankunft bei den Tagesmüttern geweint hat und dass sie Renia nicht gehen lassen wollte.
Glücklicherweise beruhigt sich die Situation wieder und Zoey verlebt einen normalen Tag. Mit dem Mittagessen, es gibt Hefeklöße mit Kirschsoße, kann Malutka nichts anfangen. Dafür klappt es beim Mittagsschlaf um so besser.
Entgegen meiner Ankündigung komme ich erst spät von Arbeit weg, so dass ich in der Summe nur fünf Minuten früher im Vergleich zu gestern da bin. Das muss besser werden. Der Weg zum Auto führt am heute prall gefüllten Eisladen vorbei, so dass Zoey dann auch gleich mal hineinschaut. Sie ist mit der Auswahl noch überfordert und so bestelle ich ihr heute das Lieblingseis ihrer Mama. Zwei Minuten später sitzen wir auf der Parkbank und Zoey genießt ihr Zitroneneis. Als sie fertig ist, bringt sie selbständig ihren Behälter ins den Müll.
Wir erfreuen uns heute an sonnigen 14 Grad, welche in den aktuellen Zeiten, wenigstens etwas Friedvolles suggerieren. Die Lage verschärft sich zunehmend. Das Coronavirus beeinflusst mehr und mehr die Welt. Im Laufe des Tages wurde auch ein Zuschauerausschluss für die Partien gegen Bayern München und das Berliner Stadtderby festgelegt. Es ist schon gruselig. Unsere Tochter muntert mich aber auf. Als ich sie in den Kindersitz setze, zeigt sie mir, dass sie ihre Zunge rollen kann.
Wir fahren dann nach Hause. Das Laufrad und der Buddeleimer werden eingesammelt und dann geht es zum Spielplatz. Dort ist aufgrund des schönen Wetters ordentlich Betrieb. Es ist mir ganz Recht, dass Zoey zumeist alleine spielt, da wirklich alle Kinder irgendwie husten. Ich begleite sie beim Klettern und Rutschen.
Wir sind um 17:10 Uhr zu Hause. Nachdem die Windel nebst notwendigen Klamottenwechsel erneuert ist, bekommt Malutka noch einen Fruchtquetsch und ich bereite das Abendessen vor. Renia ist noch vor um sechs zu Hause, was Zoey sichtlich erfreut. Wir essen. Heute habe ich zumindest Renias Geschmack getroffen. Anschließend telefonieren wir mit Babcia.
Dann geht es weiter in die Badewanne. Beim Abtrocknen entdecken wir einen eingewachsenen Fußnagel, welchen wir in den nächsten Tagen behandeln müssen. Ich bleibe heute Nacht in unserer Wohnung, da Renia morgen Frühdienst hat. Nach dem Zähne putzen, kommuniziert Zoey, dass wir ihre Milch vergessen haben. Diese war zugesichert anstelle des Breis. Die folgenden zwanzig Minuten kostet sie dann auch genüsslich aus. Erst um fünf vor neun geht es ins Bett.